Ein französisches Menü für kalte Sommertage und nette Freunde!

Wenn es im Mai an einem Tag 25 Grad hat und am nächsten nur noch 12, sollte man sich und seinen Freunden einen französischen Abend gönnen und sich von innen wärmen.

written by Natali Borsi 20. Mai 2013

Auf der Suche nach einem französischen Gericht, das diese Eigenschaften und dabei die herrlichen und betörenden Gerüche und Geschmäcker nach Sommer besitzt, dachte ich daran, endlich mal wieder ein „Coq au vin“  zu kochen. Spätestens seit dem Film von Til Schwaiger können auch unsere Kinder damit etwas anfangen. Da ich schon wahnsinnig lange kein „Coq au vin“ mehr gekocht habe, schaute ich kurz in meine französischen Kochbücher, welche Zutaten außer Huhn in ein klassisches „Coq au vin“ hineingehören. Ich war dann doch sehr überrascht, dass außer Zwiebeln und Champignons kein anderes Gemüse Zutritt hat. In meiner Erinnerung haben wir früher alles Gemüse aus dem Kühlschrank mitverkocht und deshalb habe ich mein eigenes  – an Paul Bocuse angelehntes –  Rezept  entwickelt, um dem Sommerregen zu trotzen.

Wer die Zeit hat, kocht das „Coq au vin“ am Vortag und lässt es eine Nacht im Kühlschrank ruhen – die Aromen ziehen dann intensiv durch und wie bei fast allen Eintöpfen gewinnt das Gericht dadurch sehr an Geschmack.

Wir essen am liebsten ganz breite Pappardelle-Nudeln dazu – ein französisches Baguette und ein paar Ofenkartoffeln sind aber auch très française als Begleitung.

GÄSTE WILLKOMMEN – MENUVORSCHLAG:

Da man das Gericht gut vorkochen kann und es dabei sogar noch besser wird, ist es für mich auch ein perfektes Gästeessen. Ganz bequem am Vorabend gekocht und entspannt – auch für eine grosse Gruppe – kann man Gäste dann am nächsten Abend in Ruhe und ohne Stress empfangen. Vorher als „kleiner Anfang“ eine Artischocke mit Vinaigrette und zum „süssen Ende“ eine Mousse au Chocolat (die auch am Tag vorher gemacht werden kann)  – fertig ist die soirèe française.  Nun fehlt nur noch ein guter Rose aus der Provence und nette Freunde – das sollte doch kein Problem sein. Bon Appetit!

Coq au vin - creation de Natali avec Paul Bocuse

Serves: 4 Personen Prep Time: Cooking Time:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • Bio-Hühnchen
  • Rotwein, 250 ml
  • Hühnerbrühe, 250 ml
  • Kalbsfond, 250 ml
  • Thymian, Rosmarin, Oregano, Lorbeerblatt, je 2-3 frische Stängel wenn möglich - gemeinsam in einen Teebeutel geben
  • Zwiebeln, 2-3 große oder mindestens 12 kleine
  • Knoblauch, 3 Zehen
  • Bio-Zitrone, 1/2-1
  • Möhren, 8-10
  • Zucchini, 2-3
  • Champignons, 250 g
  • Honig, 1 EL
  • Tomatenmark, 2-3 EL
  • Fleur du Sel, zum abschmecken
  • Cognac, 2-3 EL zum abschmecken
  • Pappardelle Nudeln, 500 g
  • Baguette

Instructions

Wie immer gilt: Variiert das Rezept oder den Denkanstoß für ein Huhn im Wein nach euren Vorlieben. Wenn ihr z.B. gerne Petersilienwurzeln esst und welche im Haus habt, gebt sie dazu oder lasst die Möhren oder die Zucchini weg. Wenn ihr keinen Kalbsfond im Haus habt nehmt ihr einfach mehr Hühner- oder auch Fleischbrühe. Was ihr wirklich nicht weglassen dürft ist "das Huhn" 🙂 -  den Wein  - die Gewürze  - die Zwiebeln und natürlich den Knoblauch!! Los geht’s:

Zuerst das Huhn waschen und die Haut abziehen – ansonsten wird die Soße wie ich finde viel zu fett. Ihr könnt das Huhn zerteilen oder als Ganzes salzen (Kräutersalz) und pfeffern.

Klein geschnittene Zwiebeln (oder ganze bzw. halbierte kleine Zwiebeln) mit zerkleinerten Knoblauch und den klein geschnittenen Möhren in einem Bräter in Olivenöl scharf anbraten. Nach einigen Minuten das Hühn dazugeben und von allen Seiten anbraten. Honig über das Gemüse und Huhn geben. Mit dem Rotwein ablöschen und das Kräuterbouquet sowie Meersalz dazugeben. Die gewaschenen und ganzen oder halbierten Champignons – je nach Größe – dazugeben. Nach und nach auch Hühnerbrühe und Kalbsfond dazugeben – so dass das Gemüse bedeckt ist. Lieber langsam und nach und nach die Flüssigkeit zugeben, als zu viel am Anfang, damit eine schöne sämige Soße entsteht. Wenn Ihr vom Vortag noch etwas Tomatensugo habt, gebt ihn dazu. Nun das Ganze ca 1 h leise mit Deckel köcheln lassen und eine weitere h ohne Deckel. Ca. 10 Minuten vor Ende die Zucchini dazu geben.  Je nach Konsistenz der Sauce etwas Flüssigkeit (Brühe oder Wasser) dazugeben. Zum Schluß mit Cognac und groben Meersalz und Pfeffer abschmecken. Ich binde die Sauce gar nicht, sondern lasse sie lieber einkochen, da ich gebundene Saucen nicht mag. Ihr könnt aber gerne das Huhn am Anfang etwas mit Mehl bestäuben, dann ist die Sauce später fester.

Vor dem Servieren das Huhn – falls nicht schon vorher geschehen – mit der Geflügelschere zerteilen und in der Sauce servieren. Wir essen dazu sehr breite Nudeln und manchmal Salat. Die Sauce eignet sich aber auch hervorragend um Baguette einzutauchen ;-)) Falls Ihr das Gericht erst am nächsten Tag essen wollt, um so besser. Dann wärmt es im Backofen bei 180 Grad auf. Falls Ihr allerdings nur noch Reste-Essen für den nächsten Tag übrig habt, dann könnt ihr den Rest Nudeln in eine Auflaufform geben und mit dem Rest des Coq au vin abdecken und im Ofen bei 180 Grad als Auflauf erwärmen. Schmeckt wunderbar, da die Nudeln die Sauce aufsaugen – ich mag es so am liebsten 😉

LA SOIRÈE FRANCAISE:

DSC_0299 
 COQ AU VIN

…leider war alles zu schnell aufgegessen … Foto folgt in Kürze 😉 ….

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uninteressant (bitte Feedback per Mail senden)schlechtmittelgutsehr gut, vielen Dank! (7 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,14 von 5)
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