„SKREI“ – der Winterkabeljau aus Norwegen erinnert mich an das Wort „Schrei“ und lässt mich schaudern …

… dabei schmeckt Skrei einfach nur zum Schreien fantastisch und lässt Feinschmecker-Herzen höher schlagen. Neugierig auf eine norwegische Delikatesse?

written by Natali Borsi 10. Januar 2019

Skrei » ein Schrei ? » ein Fisch?  » Nein, Genuss pur!

Ich esse sehr gerne Kabeljau und seitdem ich Skrei für mich entdeckt habe noch lieber.

Winterkabeljau aus Norwegen

Skrai nennt sich der norwegische Winterkabeljau, der ausschließlich auf traditionelle Art und Weise noch mit Handangel und Langleine vor der Nordküste Norwegens zwischen Januar und April gefangen wird.

Der Skrei kommt aus dem Nordpolarmeer und legt rund 600 km durch die klaren Gewässer der norwegischen Küste zurück, um seine Laichplätze vor den norwegischen Lofoten zu erreichen.

Durch die lange Reise wird sein Fleisch besonders fettarm und fest und dennoch zergeht Skrei geradezu auf der Zunge. Wir essen zur Zeit sehr gerne Skrei, weil er wunderbar schnell zubereitet ist und tolle Kombinationen ermöglicht.

Meine neueste Kreation:

Skrei-Winterkabeljau

Skrei an Pernod zu Blattspinat in Rotwein-Schalottensauce

Klingt nach viel Arbeit? Nein, ist in ein paar Minuten gekocht – versprochen 😉

Natürlich können alle Skrei Rezepte auch mit normalen Kabeljaurückenfilet zubereitet werden. Wer aber die Chance hat frischen Skrei zwischen Januar und April zu bekommen, der sollte sie wahrnehmen.

Skrei - Winterkabeljau mit Blattspinat an Pernod

Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • Zutaten für 2 Personen, separator
  • Skrei - Winterkabeljau, ca. 500 g
  • Cocktailtomaten
  • Salzbutter, 2 EL
  • Schalotte
  • Bio-Blattspinat frisch, 100 g
  • Seealgen - optional, 1 Handvoll
  • Pernod, 2-4 EL nach Geschmack
  • Rotwein, 2-3 EL
  • Salz, nach Geschmack
  • Pfeffer, nach Geschmack
  • Zitrone, Saft von einer halben
  • frische oder getrocknete Gewürze, nach Geschmack z.B. Petersilie / Thymian / Dill
  • Vanille, ein Hauch Vanilleextrakt - nach Geschmack
  • Beilage, separator
  • Basmatireis, 1 Tasse

Instructions

  • Den Basmatireis waschen und mit kochendem Wasser (doppelte Menge wie Reis) in einem Topf sanft köcheln lassen. Etwas Salz in das Wasser geben. Ich schalte den Herd nach dem ersten Aufkochen aus und lasse den Reis nur gar ziehen. Am Ende kommt ein Stück Salzbutter darunter.
  • Den Skrei waschen, abtrocknen, salzen und mit Zitrone beträufeln und kurz ruhen lassen. Ich habe den Skrei mit einer Gewürzmischung gewürzt, die Pfeffer, Dill, Lauch, Zitrone und Vanille enthält. Ich finde insbesondere den Hauch von Vanille sehr spannend. Wer also nicht solch eine Gewürzmischung zur Hand hat (meine ist von spirit of spice und heißt "grill to thrill Seafood") sollte den Skrei mit etwas Zitronenschale, einen Hauch Vanille, Pfeffer und einem guten Salz (z.B. Zitronensalz von Falksalz) würzen. Etwas frischen Dill dazu - wer Dill mag - oder was ich das nächste Mal versuche, einen Zweig Thymian mit in die Pfanne geben. 
  • Den Blattspinat waschen - am besten Baby-Blattspinat.
  • Die Schalotte klein würfeln und in einem flachen Topf in 1 EL Salzbutter andünsten bis sie glasig sind. Parallel dazu in einer Pfanne ebenfalls  Salzbutter schmelzen für den Skrei.  Den Blattspinat zu den Schalotten geben und zusammenfallen lassen. Mit dem Rotwein ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Gleichzeitig den Skrei mit der Hautseite nach unten in die Pfanne geben. Die aufgeschnittenen Cocktailtomaten dazu geben und ca. 4 Minuten anbraten. Dann den Fisch mit Pernod ablöschen und wer mag eine Handvoll Seealgen dazugeben. Kurz den Deckel auflegen. Achtung - der Fisch ist sehr schnell gar und sollte noch ganz leicht glasig sein.

Skrei mit Pernod-Tomatensud und dem Blattspinat mit Rotweinsauce auf vorgewärmten Tellern zusammen mit dem Basmatireis servieren. Nach Geschmack mit Pfeffer und Zitronensalz abschmecken. Dazu passt ein leichter Weißwein.

Die Norweger würden jetzt sagen: "God Appetit" !

Skrei-Winterkabeljau

Meine Skrei-Liebe im Beefer Kochbuch

Da ich Skrei inzwischen sehr viel und immer anders zubereite, habe ich eiobige Rezeptideen niedergeschrieben. Eine davon hat es in ein wunderschönes Kochbuch geschafft, worauf ich sehr stolz bin.

Mein Rezept im neuen Beefer Kochbuch!

Skrei – ein wandernder Fisch – ein kleiner Nachtrag:

Skrei bedeutete übersetzt „Wanderer“ und mich hat interessiert, warum der Skrai auf Wanderschaft geht. Bei meiner Recherche bin ich auf die offiziellen Website Norwegens gestossen und fand diesen Absatz sehr interessant:

„Der Grund für das geheimnisvolle Zugverhalten: Die Fische finden vor den Lofoten ideale Bedingungen um zu laichen, da der Golfstrom für etwas mildere Temperaturen sorgt. Die Strömung treibt den Nachwuchs anschließend in die arktische Heimat, wo er seinen ersten Lebensabschnitt verbringt. Im Alter von fünf bis sieben Jahren werden die Jungtiere erwachsen: Die geschlechtsreifen Kabeljaufische heißen nun Skrei und sind etwa sechzig bis hundert Zentimeter lang sowie drei bis acht Kilogramm schwer. Jetzt zieht es sie zurück an ihren Geburtsort: Erstmals schließen sie sich der winterlichen Laichwanderung an – und so nehmen alljährlich Millionen von Fischen Kurs auf die Lofoten. Seit 2005 ist der Skrei als registrierte Handelsmarke eingetragen. Nur ausgewählte Betriebe, die strengste Auflagen bei Fang, Auswahl, Lagerung und Transport des edlen Fisches erfüllen, erhalten vom Norwegean Seafood Export Council das Recht, ihren Winterkabeljau als Skrei® zu vertreiben. „

Ich war neugierig und wollte sehen, wo der schöne Skrei-Fisch entlang schwimmt und habe eine kleine Grafik für andere Neugierige gemacht:

Skrei-Karte


Ein zweiter Nachtrag in eigener Sache:

Intuitive Küche oder anders gesagt – Meine Art zu kochen

Die Fotos oben sind auf die Schnelle mit dem Handy enstanden – das Rezept aus dem Moment. Vom Sport kommend wollte ich nur schnell ein Fischlein zum Mittagessen kaufen. Ich hatte Glück und es gab frischen Skrei. Auf dem Weg zur Kasse habe ich noch Babyspinat und Shiitake -Pilze gegriffen. Irgendwie dachte ich an etwas asiatisch angehauchtes mit Teriyaki – Sauce. Während ich an der Kasse stand und wartete, blätterte ich in einer Rezeptzeitschrift. Dort überflog ich ein Fischrezept mit Rotweinsauce.

Zu Hause angekommen schnippelte ich die Schalotte und setzte den Reis auf und säuberte und säuerte den Fisch. Die Shiitake -Pilze zu putzen hatte ich plötzlich überhaupt keine Lust mehr. Damit war aber auch meine asiatische Geschmacksidee dahin und ich sah die angebrochene Flasche Rotwein.

Frankreich kam mir in den Sinn, die Rotwein Sauce aus der Zeitschrift, Thymian -Duft (aber den hatte ich leider nicht im Haus)  … ich ließ meiner Intuition freien Lauf und der Griff zur Pernod Flasche war die logische Konsequenz. Dass sich das Ganze so harmonisch zusammenfügte war ein bisschen Glück, aber vor allem Mut und Spaß am kreativen Kochen.

Die Intention diesen Blog zu starten war genau dies –

Kochen ohne starre Rezepte, aber mit Grundwissen und Kreativität.

Aber natürlich muss ein Kochblog auch Rezepte bieten und deshalb habe ich diese Kreation aufgeschrieben. Dennoch sollte sich jeder, der dieses Rezept nachkocht, frei fühlen seine eigene Skrei-Kreation zu entwerfen;-) Mehr über meine Philosophie zum intuitiven Kochen findet ihr hier:

Meine Art zu kochen

und viele schöne weitere Fischrezepte findet ihr hier unter meiner Rubrik FISCH, darunter:

Fisch

 

 

 

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uninteressant (bitte Feedback per Mail senden)schlechtmittelgutsehr gut, vielen Dank! (Noch keine Bewertungen)
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