Echter Schwäbischer Kartoffelsalat mit Essig & Öl – der Himmel auf Erden!

Ich liebe schwäbischen Kartoffelsalat. Als gebürtige Schwäbin kein Wunder. Ich bin sicher, dass sich auch alle Nicht-Schwaben in dieses original schwäbische Kartoffelsalat Rezept von meiner Oma verlieben werden. Neugierig warum?

written by Natali Borsi 1. Mai 2018

Schwäbischer Kartoffelsalat mit Essig & Öl – keine Frage

Dass Kartoffelsalat eine Delikatesse ist,  versteht jeder spätestens dann, wenn er das Rezept meiner Großmütter probiert hat.

Das Rezept ist streng geheim und original schwäbisch.

Meine schwäbischen Großmütter aus Ravensburg am Bodensee wären aber sicher sehr erfreut, wenn sich diese Delikatesse als die Version von Kartoffelsalat weltweit durchsetzt. Denn als sie beim Besuch ihrer Kinder, die in den hohen Norden nach Bremen ausgewandert waren, zum ersten Mal norddeutschen Kartoffelsalat serviert bekamen, fielen sie fast von ihrem tief verwurzelten Glauben an die katholische Kirche ab.

Aber der Reihe nach. Was macht schwäbischen Kartoffelsalat so einzigartig? 

  1. Das Dressing.
  2. Die richtige Zubereitungsart.
  3. Die perfekte Kartoffelsorte.

Dressing für echten schwäbischen Kartoffelsalat mit Essig & Öl

Man könnte denken, das ist ein simples Rezept. Kartoffeln, Öl und Essig und das soll schmecken?

Ganz so einfach ist es nicht. Denn der einzigartige Geschmack beim schwäbischen Kartoffelsalat kommt vor allem durch:

  • die Brühe (echte schwäbische Hausfrauen haben eine echte Fleischbrühe auf dem Herd stehen) und
  • den richtigen milden Apfelessig sowie ein möglichst
  • neutrales hochwertiges Sonnenblumen-Öl und
  • meinem Lieblings- Gewürz-Salz zustande.

Ich verwende immer (außer an Tagen mit kochendem Tafelspitz auf dem Herd) Cenovis Gemüsebrühe aus dem Reformhaus. Das ist meine liebste Gemüsebrühe zum Kochen und ich verwende sie fast täglich.

Schon seit Kindheitstagen liebe ich den Geschmack des naturtrüben milden Apfelessig von Schneekoppe, der perfekt zum schwäbischen Kartoffelsalat passt.

Beim Öl greife ich am liebsten zu einem hochwertigen Sonnenblumenöl.

Und natürlich schmecke ich den Salat mit meinem liebsten Gewürz-Salz der Gewürzmühle Brecht ab. Diesem Salz widme ich bald einen eigenen Post, denn es reist bei mir sogar mit in die Ferien.

Zutaten für einen schlottrigen schwäbischen Kartoffelsalat

Hier alle meine Zutaten für einen perfekten schwäbischen Kartoffelsalat auf einen Blick. Alle Zutaten für das Dressing und  festkochenende Kartoffeln in einer guten Qualität findet ihr auch in jedem Reformhaus oder ganz leicht online*.

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Die Gemüsebrühwürfel von Cenovis und auch die lose Brühe im Glas benutze ich für viele meiner Gerichte. Eine sehr sanfte unaufdringliche und dennoch geschmackvolle Brühe, die vielen Speisen wie z.B. auch Risotto, einen köstlichen Umami - Grundgeschmack verleiht.

Mit dem besonderen Geschmack dieses Salzes bin ich aufgewachsen. Ich nehme es sogar auf jede Reise in ein Ferienhaus, egal wo auf der Welt, mit. Was soll ich sagen? Vielleicht der Grund, warum es bei mir oft sehr gut schmeckt?

Ich greife gerne zu diesem milden naturtrüben Bio Essig in Demeter Qualität.

Jeder Apfelessig schmeckt ein bisschen anders und beeinflusst den Geschmack des Kartoffelsalates. Ausprobieren und den eigenen Lieblingsessig finden.

Ich verwende - außer für meinen schwäbischen Kartiffelsalat - hauptsächlich Olivenöl in der Küche. Für Kartoffelsalat ist es wichtig, dass das Öl mild schmeckt. Dieses Vitaquell Öl habe ich immer daheim für Dressings, die neutralen Ölgeschmack erfordern.

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Dressing ist wichtig – aber die Zubereitung mindestens genauso

Wer jetzt denkt, er mischt aus den Zutaten ein Dressing und gibt das über die Kartoffeln, der irrt.

Schwäbischer Kartoffelsalat möchte warm und mit Geduld angemacht werden. Die Kartoffeln sollten sehr fein geschnitten sein und zunächst darf nur Essig & Brühe an den Salat, der damit erstmal einige Stunden durchziehen darf.

Das Öl muss sich in Geduld üben und wird erst am Schluß, kurz vor dem Servieren dazugegeben. Auch der Schluck Mineralwasser nach dem durchziehen will gelernt sein. Ja – schwäbischer Kartoffelsalat muss schlonzig sein und hat Durst.

Schlotzen bedeutet im schwäbischen „genüsslich“.

Die perfekte Kartoffelsorte für schwäbischen Kartoffelsalat

Beim Kartoffelsalat ist die Entscheidung welche Kartoffelsorte man wählt, fast so bedeutend, wie die Frage welcher politischen Partei man seine Stimme gibt. Dazu am Ende des Artikels eine kleine Anekdote und ganz viel Wissenswertes über Kartoffelsorten sowie Kartoffelsalat im Besonderen und Allgemeinen mit weiteren Rezepten.

Auf jeden Fall sollten festkochende Kartoffeln in einer sehr guten Qualität (gerne Demeter) verwendet werden.

Mein echter Schwäbischer Kartoffelsalat mit Essig & Öl

In meinem musikalisch-kulinarischen Podcast Rot&Blond, habe ich den Salat für Blanche zubereitet – sie war begeistert! Hört selbst:  Rot&Blond – überall da, wo es gute Podcasts gibt:  Spotify, i-Tunes, Deezer.

Rezept echter schwäbischer Kartoffelsalat nach meinen Großmüttern!

Kartoffelsalat schwäbischer Art

Serves: 4 Prep Time: Cooking Time:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • Kartoffeln festkochend, 1 Kilo - Bio-oder Demeter Qualität
  • 1-2 Zwiebeln - gerne Schalotten oder weisse Zwiebel
  • Fleischbrühe, 250 ml oder Gemüsebrühe z.B. von Cenovis
  • Apfelessig mild, 2-4 EL - Schneekoppe naturtrüb oder Apfel-Balsamico Essig (sehr zu empfehlen) - da braucht man eher 5 EL.
  • Salz, nach Geschmack - immer gerne Brecht Kräutersalz und Malton Sea Salt
  • Pfeffer, nach Geschmack
  • Sonnenblumenöl oder anderes neutrales Öl, 2-4 EL
  • Schnittlauch, nach Geschmack

Instructions

Die festkochenden Kartoffeln bissfest kochen.

Die noch warmen Kartoffeln werden geschält und ganz dünn geschnitten. Meine Großmütter sagten immer, so dünn, dass man eine Zeitung hindurchlesen könnte.  Ich schaffe das auch nur bedingt, aber man sollte sich bemühen.

Dann eine klein gehackte und mit Salz bestreute Zwiebel dazu geben.

Kocht zufällig ein Tafelspitz oder eine andere Rinderbrühe auf dem Herd kocht, nimmt man davon 250 ml ab. Ansonsten verwendet man einen z.B. Gemüsebrühwürfel und vermischt diesen mit 250 ml kochendem Wasser. Auf der Packung sind meistens die Brühwürfel für 500 ml ausgerichtet. Da die Brühe den Geschmack erzeugt und auf Salz am Anfang verzichtet wird, sollte die Brühe sehr intensiv sein und nur mit der Hälfte der angegebenen Wassermenge zubereitet werden. Selbst wenn ich echte Fleischbrühe auf dem Herd habe, gebe ich oft noch einen Cenovis Brühwürfel dazu.

Zu der Brühe gibt man jetzt 2 EL mildem Obst- oder Apfelessig und ein wenig Salz. Diese Mischung gibt man über die dünn geschnittenen und noch warmen Kartoffel.

Achtung - NOCH KEIN ÖL dazugeben !!

Vorsichtig vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Dann mit Salz , Pfeffer und Öl abschmecken und falls notwendig nachwürzen.

Die Kartoffeln saugen die Brühe komplett auf, deshalb kann es notwendig sein, noch weitere Brühe nach ca. 30 Minuten dazuzugeben. Wichtig ist, dass der Salat wie die Schwaben sagen „glitschig & schlunzig“ wird. Je nach Kartoffelsorte saugen die Kartoffeln mehr oder weniger Flüssigkeit. Deshalb sind diese Angaben lediglich Richtwerte!

Nach mindestens einer Stunde - gerne auch länger wird das Öl dazugegeben. Nun wird der Salat vorsichtig umgerührt und nachjustiert im Geschmack und der "Schlunzigkeit". 

Wenn der Geschmack von der Brühe ausreicht, kann man etwas Mineralwasser mit Kohlensäure über den Salat geben, dann wird er schön glänzend und saftig.

Den besten echten schwäbischen Kartoffelsalat machten meine schwäbischen Großmütter und natürlich meine Mutter – aber so langsam hab ich den Trick raus. Und eines ist sicher – jeder sollte einen echten Schwaben zum Freund haben – allein schon wegen der Kartoffelsalat-Geheimnisse. Darüber gibt es sogar ein Buch:

Warum man einen Schwaben zum Freund haben sollte
Warum man einen Schwaben zum Freund haben sollte*
von Verlag der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart

Nach dem erfolgreichen ersten Band "Warum Schwaben alles können - wenn Sie wollen" wendet der Autor sich einer oft falsch verstandenen Eigenart der Schwaben zu: ihrer scheinbaren Distanz zu Fremden.
Sie wirkt auf Zugereiste, "Rei'geschmeckte", wie der Schwabe sie nennt, distanzierend oder abweisend. In der Tat dauert es lang, bis man mit Schwaben Freundschaft schließt. Wenn sie aber gewachsen ist, hält sie wirklich ewig.

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Und wer ab jetzt jeden Tag Kartoffelsalat essen möchte, dem sei dieses gerade neu erschienene Kochbuch dringend zum Kauf empfohlen.

Ein Tag ohne Kartoffelsalat ist kulinarisch betrachtet ein verlorener Tag: Unsere 100 liebsten Kartoffelsalatvariationen - Grundrezepte, ... leichte Hauptgerichte & Resteverwertung
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von Becker Joest Volk Verlag

Was für eine Behauptung:

Ein Tag ohne Kartoffelsalat ist kulinarisch gesehen ein verlorener!

Stimmt das? Ich finde, Martina und Moritz haben absolut Recht, denn ihre 100 Variationen von Kartoffelsalaten setzen dem Kartoffelsalat im Besonderen und Allgemeinen ein längst überfälliges würdiges Denkmal. Tolles Buch für alle Fans von Kartoffeln oder denen die es noch werden wollen. Absolute Kaufempfehlung.

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Meine ausführliche Rezension über dieses besondere Kochbuch zweier echter Profis, die behaupten ein Tag ohne Kartoffelsalat sei kulinarisch gesehen ein verlorener Tag findet ihr HIER.

Echter schwäbischer Kartoffelsalat – was passt dazu?

Auf diese Art zubereiteter Kartoffelsalat, kann klassisch zu z.B. schwäbischen Saiten-Würstchen  oder zu in Knoblauch gebratenen Scampis (meine liebste Beilage) oder auch zusammen mit einem frischen Kopfsalat serviert werden .

Ich serviere zu Kartoffelsalat immer auch einen frischen grünen Blattsalat. Eigentlich essen wir mindestens einmal am Tag Blattsalat und deshalb kann ich auch nicht ohne meine Salatschleuder leben. Natürlich passt  dieser Salat auch zu einem Wiener Schnitzel oder zu Tafelspitz. Wir finden man kann ihn zu (fast) allem kombinieren.

Auch auf einem Antipasti-Buffet mit italienischen Vorspeisen ist er eine wunderbare Ergänzung. Sehr gut passt er natürlich zu jeder Art von Gegrilltem.

Perfekte Beilage zum Grillen

Ich grille allerdings nicht mehr, sondern bin dazu übergegangen zu beefen . Das bedeutet, dass ich sowohl Fisch als auch Fleisch bei 800 Grad Oberhitze in meinem Beefer oder WeGrill mit Oberhitze grille. Über Oberhiztegrills wie den Beefer, den WeGrill oder auch den Klarstein Steckreaktor habe ich ausführlich berichtet, weil auf diese Art zubereitetes Fleisch oder auch Fisch unschlagbar gut ist.

Kartoffeln, Kartoffelsalat schwäbisch

Schwäbischer Kartoffelsalat mit Essig &Öl

Kartoffelsalat gelingt nur mit den richtigen Kartoffeln

Falls der Salat bei der ersten Zubereitung nicht gleich gelingt, keine Sorge. Üben, Üben, Üben und trotzdem wird er jedes Mal etwas anders schmecken, weil die Kartoffeln immer unterschiedlich sind.  Das ist ganz normal.

Ich hatte einmal ganz wunderbare Kartoffeln von einem Internet Versand für Kartoffeln, der über 100 verschiedene Kartoffeln anbietet. Die Sorte „Allians“ hat nicht nur einen tollen Namen, sondern war perfekt für Kartoffelsalat geeignet:

  • fest,
  • wunderbar aromatisch,
  • schön gelb und
  • gar nicht matschend.

Der Salat wird glasig, glitschig, schlonzig und aromatisch – ganz wie es sein muss!

Am besten schmeckt Kartoffelsalat am gleichen Tag

Am Besten schmeckt schwäbischer Kartoffelsalat an dem Tag, an dem er zubereitet wurde. Ich habe gelernt, man sollte ihn nicht mehr am nächsten Tag essen, das hat aber allein geschmackliche Gründe, schlecht ist er nicht wenn er die Nacht im Kühlschrank war.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ein Rest Salat übrig bleibt, diesen auf keinen Fall wegschmeißen. Es gibt keine bessere Grundlage für die Zubereitung eines Salat Nicoise am nächsten Tag.

Mein Vater und ich haben bisher jede Schüssel Kartoffelsalat immer bis aufs letzte ausgeleckt. Ein Rest hätte bedeutet, dass meine Mutter das nächste Mal weniger zubereitet hätte. Das wollten wir auf keinen Fall riskieren.

Kartoffelsalat – Geschichte und Herkunft

Und wer hat´s erfunden?

Wer nun wirklich der „Erfinder“ des Salates rund um die Kartoffel ist, das weiß niemand so genau. Ich habe gelesen, dass das erste Mal in einem englischen Buch aus dem Jahre 1597 die Zubereitung von einem Kartoffelsalat – ganz schlicht mit Essig, Öl und Salz – erwähnt wird.

Angeblich stammt das älteste deutschsprachige Rezept aus dem Jahr 1621 von einem österreichischen Kloster. Um Kartoffelsalat herstellen zu können, braucht man Kartoffeln. Diese kamen im 16. Jahrhundert aus Südamerika – die Spanier haben sie eingeführt – nach Europa.

Alle Nationen, in denen es Kartoffelanbau gibt, haben ihre eigene Zubereitungsart für Kartoffelsalat entwickelt. Als typisch deutsch gilt warmer Kartoffelsalat mit Speck, den die Amerikaner als „German Potato Salat“ bezeichnen.

Kartoffelsalat mit Essig und Öl oder Mayonnaise ?

Kartoffelsalat mit Essig & Öl

In Deutschland und Amerika wird Salat aus Kartoffeln erst seit dem 20. Jahrhundert mit Mayonnaise angemacht.  Davor war das nicht üblich.

In Süddeutschland und auch in Österreich werden die noch warmen Kartoffeln  – wie im Rezept oben beschrieben – mit einer Marinade aus Fleischbrühe, Essig, Salz und Öl angemacht. Manche geben noch Senf dazu. Warm wird der Salat deshalb angemacht, damit das Dressing besser einzieht. Mayonnaise oder Yoghurt haben in Süddeutschland nichts zu suchen am Salat.

Varianten bei einem Kartoffelsalat mit Essig und Öl sind möglich durch die Zugabe von Speckwürfeln, Gurkenstücken und natürlich Zwiebeln. Ein mit Essig, Öl und Fleischbrühe angemachter Kartoffelsalat kann auch lauwarm gegessen werden. In Österreich wird gern Kürbiskernöl statt eines neutralen Sonnenblumenöls verwendet, was ich bei einem echten guten steirischem Kürbiskernöl geschmacklich sehr interessant finde.

Kartoffelsalat mit Mayonnaise oder Joghurt

Kartoffelsalat mit Mayonnaise habe ich das erste Mal in Bremen kurz nach meinem Umzug im zarten Alter von 7 Jahren gegessen und war schockiert.

Das Schlimmste war, dass in Norddeutschland – das sollte ich bald lernen – Kartoffelsalat immer mit Mayonnaise daher kam. Darunter waren dann oftmals noch saure Gurken gemischt und die Kartoffeln badeten in der Mayonnaise. Für mich ungenießbar wurde es, wenn auch noch Äpfel und Ei hineingemischt wurden.

Rund um Berlin dürfen auch noch Bratenreste, Wurststücke oder Radieschen zum Kartoffelsalat gegeben werden.

Was sagt die geborene Schwäbin dazu?

Das kann man alles gerne machen und es gibt sicher Varianten, die auch gut schmecken aber eigentlich sollte diese Art von Salaten dann bitte anders heißen. Zum Glück gibt es inzwischen wirklich ganz leckere Varianten mit einem Joghurt-Dressing, damit kann ich schon besser leben.

Bevor ich Kartoffelsalat bestelle, frage ich immer, um welche Art es sich handelt.

Kartoffelsalat – welche Kartoffelsorten sind geeignet?

Für Kartoffelsalat eignen sich nur FESTKOCHENDE Kartoffelsorten, damit der Salat nicht matschig wird.

Geschmacklich unterscheiden sich Kartoffeln oft stark. Ich kaufe nur Bio-Kartoffeln, sie haben mehr Aroma. Es gibt weltweit über 4.000 Kartoffelsorten, wobei in Deutschland nur 210 Kartoffelsorten zugelassen und davon wiederum nur 150 Speisekartoffeln zum Verzehr für Menschen zugelassen sind. Die restlichen Sorten dienen als Viehfutter.

Leider gelangen in den Handel immer nur dieselben Sorten. Man unterscheidet festkochende – vorwiegend festkochende und mehlig kochende Kartoffeln.

Die in Deutschland bekanntesten und beliebtsten festkochenden Sorten sind

  • Linda
  • Agria
  • Sieglinde

Es lohnt sich, nach ausgefalleneren Sorten Ausschau zu halten. Warum? Ich liebe die Sorte ALLIEN!

ALLIEN – die perfekte Salatkartoffel für mich!

Insbesondere für Kartoffelsalat eignet sich gut die sehr aromatische Sorte mit dem hübschen Namen ALLIEN. Diese Sorte ist schön gelbfleischig und schmackhaft. Das finde ich perfekt für die Zubereitung eines schwäbischen Kartoffelsalat.

Kleine Kartoffel-Kunde:

Was steckt in der Kartoffel und warum ist sie so gesund?

Kartoffeln bestehen zu über 75 % aus Wasser. Nahrhaft ist die Kartoffel durch die enthaltene Stärke.  Gesund durch die enthaltenen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

  • Vitamin C – viermal mehr als Äpfel oder Birnen sowie Vitamin B1, und B2.
  • Magnesium, Kalium und Kalzium.

Kartoffel nie roh essen – immer nur gekocht!

Rohe Kartoffeln enthalten Solanin. Solanin schützt die Kartoffel vor Fressfeinden, schmeckt sehr bitter und ist unverträglich für uns Menschen.  Kartoffeln roh essen führt zu Übelkeit und Erbrechen. Solanin geht beim Kochen der Kartoffeln in das Kochwasser über, deshalb dieses immer wegschütten.

Kartoffeln richtig lagern ist wichtig! Dunkel & kühl!

Idealerweise an einem kühlen dunklen Ort in einem Korb oder einer Holzkiste (kein Plastik) mit einer Temperatur zwischen  + 4 und + 12 Grad. Wärmere Temperaturen lassen Kartoffeln austreiben (dadurch entsteht noch mehr Solanin) und bei zu kalten Temperaturen verwandelt sich die Stärke in den Kartoffeln zu Zucker und sie schmecken süßlich. Deshalb Kartoffeln nicht im Kühlschrank aufbewahren. Grüne Stellen oder Keime nicht essen, da diese Stellen besonders viel Solanin enthalten- vielmehr großzügig abschneiden.

Kartoffelsalat Rezepte – es geht auch mal nicht schwäbisch 

Das Gute an einem Salat aus Kartoffeln ist, man kann mit ihm machen was man will. Ein, zwei Zutaten dazu geben oder weglassen oder verändern und schon wandelt er seine Nationalität:

  • mediterran » mit Olivenöl angemacht spricht er spanisch,
  • alpenländlich » mit Kürbiskernöl kommt er aus der Steiermark,
  • asiatisch » mit Sesamöl bekommt er einen asiatischen Touch,
  • italienisch » in Kombination mit Rucola spricht er plötzlich italienisch,
  • spanisch »mit Thunfisch, Oliven und Knoblauch
  • französisch » wenn sich zur spanischen Version noch Bohnen, Tomaten und Ei gesellen,
  • schwedisch/nordisch » mit Lachs und Dill,
  • oder ganz nach der eigenen Fantasie !

Egal, was man sich einfallen lässt, sich ein Repertoire an Salaten aus Kartoffeln oder anders gesagt Kartoffelsalatvariationen anzueignen, ist eine gute Überlebensstrategie.

Wichtig bei allen Varianten ist:

Der Salat sollte Zeit haben zu ziehen und er darf auf keinen Fall kalt aus dem Kühlschrank serviert werden – das mag keine der Rezeptvarianten.

Zur Anregung der eigenen Fantasie hier ein paar mögliche Variationen:

Kartoffelsalat Norddeutsch mit Yoghurt-Mayonnaise

Diese Variante hier aufzuführen fällt mir schwer. Denn eigentlich würde ein Schwabe wie ich nie zu Miracel Whip bei der Zubereitung von Kartoffelsalat greifen. Dazu habe ich in der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ etwas hübsches gelesen:

„Jede Region, ja, jede Familie hat ihr eigenes Kartoffelsalatrezept, aber eine überregionale Regel gibt es doch: So wie der Rösti-Graben die Schweiz zerteilt, trennt eine Mayonnaisegrenze den Süden Deutschlands vom Norden. Nie, nie! würde ein Schwabe zu Miracel Whip greifen. Er hält sich an Brühe, Essig und Öl. Dann aber kann er nicht genug vom Salat kriegen. In anderen Regionen serviert man Nudeln oder Kartoffeln, im Südwesten kredenzt man Maultaschen mit Kartoffelsalat, tunkt diese gern in die Brühe oder schüttet gar warme Bratensauce über den kalten Salat.  Ein Tag ohne Kartoffelsalat ist, in kulinarischer Hinsicht, ein vertaner Tag, behauptet das süddeutsche Fernseh- und Kochbuch-Duo Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer.“

Ich würde sagen:

„Ein Tag ohne schwäbischen Kartoffelsalat ist in kulinarischer Hinsicht ein vertaner Tag“,

 

Warum?

Weil Kartoffelsalat (schwäbisch) Soul Food ist.  Für mich vor allem dann, wenn meine Mami ihn zubereitet. Ich würde deshalb nur dann zu der norddeutschen Variante greifen, wenn ich vor habe einen Abend mit norddeutscher Küche zu gestalten. Dann würde ich auch nicht Würstchen, sondern Matjes Filet dazu servieren.

Mein norddeutsches Dressing für diese seltenen Fälle:

Joghurt (100 g) mit etwas Miracle Whip oder anderer Mayonnaise (60 g) mit dem Sud von einem kleinen Glas Cornichons der Firma Kühne (1-2 EL) sowie etwas Salz und Pfeffer verrühren und über die Kartoffeln geben. Der Salat kann mit viel Schnittlauch, klein geschnittenen Cornichons, Zwiebeln und etwas Staudensellerie verfeinert werden. Um das Dressing etwas exotischer zu gestalten, würde ich ausserdem etwas Curry dazu geben …. sozusagen Indien trifft Norddeutschland 😉

Kartoffelsalat italienischer Art

Diese Art des Salates liebe ich sehr und bereite sie meistens aus Kartoffeln zu, die bereits am Vortag gekocht wurden (also aus Resten von Pellkartoffeln).

Ich brate in einer großen Pfanne oder Wok kleingeschnittene rote Zwiebeln und gebe die Kartoffeln in Stücken hinein. Alles kurz bei hoher Hitze kurz anbraten. Dann kommen geschälte frische Tomaten (mit einem Tomatenschäler geschält), gehackter Knoblauch und rote Chili mit viel Olivenöl dazu. Dann lasse ich die Kartoffeln in einer Salatschüssel abkühlen und schmecke mit Balsamico Bianco, etwas Zitronensaft und Salz und Pfeffer ab. Vor dem Anrichten gebe ich viel frisches Basilikum und guten Crema di Balsamico darüber. Wer mag, gibt noch Oliven und einige Kapern auf den Salat. Lauwarm oder mit Zimmertemperatur servieren.

Kartoffelsalat französischer Art oder ein schlichter Salat Nicoise

Ich liebe es einen schnellen Salat Nicoise aus dem Rest eines schwäbischen Kartoffelsalates zu machen.

Dafür nehme ich frische gekochte dünne grüne Bohnen (oder aus der Dose – aber nur zur Not), aromatische Tomaten, gute Oliven, besten Thunfisch aus der Dose, hartgekochte Eier und frische Kräuter wie Bohnenkraut und/oder Petersilie und mische mit meiner französischen Vinaigrette einen wunderbaren frischen Salat Nicoise. Sollte man noch einen Rest von meinem Bohnensalat haben, wird der Salat noch besser.

Überhaupt ist mein Bohnensalat eine perfekte Ergänzung zum schwäbischen oder italienischen Kartoffelsalat. 

Bratkartoffelsalat

Diesen spannenden Salat habe ich aus dem Beefer-Kochbuch. Ich bin ganz begeistert von der Variante aus Bratkartoffel einen Kartoffelsalat zu machen. Der Bratkartoffelsalat kann auch zusätzlich zu einem schwäbischen Kartoffelsalat serviert werden. Beide Salate ergänzen sich gut im Geschmack.

Hier geht es zum Bratkartoffel Salat Rezept.

Egal wie ihr euren Kartoffelsalat am liebsten esst, es lohnt die schwäbische Variante auszuprobieren. Ich verspreche, ihr werdet es nicht bereuen und wahrscheinlich für immer süchtig danach werden!

Bleibt noch eine letzte Frage zu klären:

Welches Getränk passt zu Kartoffelsalat?

Hier würde manch einer sicher ganz schlicht antworten: Bier! Ja – das stimmt, vor allem, wenn man zum schwäbischen Kartoffelsalat Saitenwürstchen (Wiener Würstchen in schwäbischer Ausfertigung mit ganz dünnem Darm) serviert.

Aber ich finde auch Wein passt hervorragend zum schwäbischen Kartoffelsalat. Die Schwaben trinken sehr gerne einen Trollinger oder Spätburgunder – also einen leichten Rotwein mit wenig Tannin- dazu.

In dieser Kombination würde ich einen schönen Braten mit Spätzle und Sauce zum schwäbischen Kartoffelsalat essen. Da ich gerne Scampi zum Kartoffelsalat esse – gerne serviert mit einer leichten Aioli – trinke ich meistens Weißwein dazu – z.B. einen Grauburgunder. Es heißt auch Riesling passe gut zu Kartoffelsalat – das kann ich mir vorstellen, da ich aber selber kein Riesling Fan bin, müsst ihr das selbst ausprobieren.

Schlunzig muss der echte schwäbische Kartoffelsalat sein!

Was bleibt zu sagen – die Kunst einen echten schwäbischen Kartoffelsalat zu machen ist auch Schwaben nicht in die Wiege gelegt.

Aber es lohnt zu üben.

Wenn ein Schwabe dann probiert und feststellt, dass der Kartoffelsalat schön schlonzig – wie der Schwabe sagt – ist, dann hat man es geschafft. Ich muss noch üben, denn die „Schlonzig-Keit“ meiner Großmütter habe ich leider immer noch nicht verlässlich erreicht.

Lust auf schwäbischen Kartoffelsalat von der Prenzelschwäbin?

Ich mach auch bald ein Video wie ich meine Kartoffeln hauchdünn schneide. Wer Lust hat auf wirklich unterhaltsame Zubereitung schwäbischer Art, dem empfehle ich die Prenzelschwäbin. Viel Spaß. Sie bereitet den Salat etwas anders zu, aber das macht nix. Sie ist Schwäbin, sie darf das!

Und zum Schluß eine politische Anekdote:

Schwäbischer Kartoffelsalat: welche Kartoffelsorte nehme ich dafür?

Und welche Partei wähle ich? Fragen über Fragen …

An einem Samstag vor der Bundestagswahl im Jahr 2013 kam bei mir ein grosses Packet mit Kartoffeln an.

Sieben verschiedene Kartoffelsorten mit so tollen Namen wie „Allians, Rote Emma, Violetta …“ . Somit war klar, dass das politische Wahl-Watching mit Freunden am Wahlsonntag kulinarisch von Kartoffelsalat und Würstchen  begleitet werden würde. Am Sonntag früh fühlte ich mich plötzlich doppelt überfordert. Ich musste nicht nur aus sieben Sorten Kartoffeln die richtige Sorte für den besten schwäbischen Kartoffelsalat wählen, sondern danach noch im Wahllokal die beste Partei für Deutschland.

Politik und Salat – eine schöne Verbindung 😉

Zumindest beim Kartoffelsalat habe ich die perfekte Wahl getroffen – denn was auf der Packung draufstand „ideal für Salate“  war keine Wahlpropaganda sondern stimmte.

Wenn Politik doch nur auch so einfach wäre, dass das was gesagt wird (wenn überhaupt was gesagt wird) dann auch wirklich gemacht wird oder zumindest der Wahrheit entspricht.

Kartoffeln sind rund und nicht links oder rechts – das mag ich!

Unseren Kindern oder jungen Erwachsenen am Tisch versuchten wir zu erklären, was denn nun eigentlich „links“ und „rechts“ und „liberal“ usw. genau bedeutet und warum wir hier so friedlich um den Tisch sitzen, obwohl wir doch ganz unterschiedlich gewählt hatten. Ich musste bei den Erklärungsversuchen sehr lachen, denn in meiner Kindheit wäre es nicht denkbar gewesen, so harmonisch Kartoffelsalat essend zusammenzusitzen, wenn vorher so verschieden gewählt wurde.

Da blieb man unter sich –

  • Links bei Links und
  • Rechts bei Rechts –

höchstens ein Liberale oder Grüne mischten sich mal hier und da darunter, aber schwarz / rot oder gar Jamaika an einem Tisch? Undenkbar.

Stopp – genug der Küchenpolitikphilosophie und zum eigentlich Wichtigen – meinem Rezept für schwäbischen Kartoffelsalat – denn vielleicht haben sich alle am Tisch trotz unterschiedlicher politischer Sichtweisen so gut vertragen, weil der einfach so lecker ist!

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36 comments

karli 28. Dezember 2017 - 12:27

schwäbischer kartoffelsalat muß “ schlonzig “ sein !!!

Reply
Natali Borsi 5. Januar 2018 - 12:44

Genau!Und nach meinem Rezept wird er super schlonzig 😉

Reply
Marie 19. Februar 2018 - 18:14

Kartoffelsalat mit Mayonnaise – für mich als Unterfränkin war das ein sehr ähnliches Erlebnis und ich finde ihn, auch nach 30 Jahren in NRW, immer noch scheußlich. Mein fränkischer Kartoffelsalat wird im Prinzip wie der schwäbische zubereitet, nur sind die Kartoffeln, wenn möglich, Bamberger Hörnchen und es werden frische, kleingeschnittene Gartenkräuter zugegeben, nicht nur Schnittlauch

Reply
Natali Borsi 6. März 2018 - 14:53

Liebe Marie, frische Kräuter dazu finde ich eine super Idee! Das wird direkt ausprobiert. Danke für den Tipp!

Reply
Helmut Stehle 11. Juli 2018 - 17:03

Einen guten schwäbischen Kartoffelsalat kann man auch am nächsten Tag bedenkenlos essen. Er schmeckt immer noch gut. Er darf aber auf keinen Fall in Essig und Öl schwimmen und auf keinen Fall in den Kühlschrank, zieht sonst „Wasser“ und verliert an Geschmack. In Tupper luftdicht aufbewahren.

Reply
Natali Borsi 20. August 2018 - 19:25

Danke für den Guten Hinweis 🙂

Reply
Joe 28. Juni 2020 - 13:31

Die Zwiebeln in die heiße Brühe geben und leicht angaren. Das verhindert übermäßige „Winde“ und die Zwiebel wird bei Lagerung des Kartoffelsalates im Kühlschrank nicht bitter! Denn die bitteren Zwiebeln sind es, die viele Leute meinen lassen, man könne Kartoffelsalat nicht am nächsten Tag essen. Diese Art der Zubereitung ermöglicht es, den Kartoffelsalat über Nacht ziehen zu lassen – und dann ist er unschlagbar gut.

Reply
Natali Borsi 1. Juli 2020 - 15:44

Danke für die tolle Anregung! Das mache ich sogar manchmal einfach, weil ich nicht so gerne rohe Zwiebeln mag. Ich werde die Anregung unbedingt im Rezept ergänzen. Das mit den Winden wusste ich nicht – man lernt nie aus!

Reply
Andreas 16. August 2021 - 17:43

Der Joe bringt genau den richtigen Tipp, den ansonsten ich gebracht hätte ! Zwiebeln in die Brühe und angaren, genau SO hat es mit meine Mutter beigebracht.

Reply
Natali Borsi 11. September 2021 - 18:48

Ja, das mach ich neuerdings auch 😉 Toller Tipp und viel besser verträglich als die rohe Zwiebel! Danke an Euch beide!

Reply
Bodo 13. November 2018 - 14:13

Tolle Erklärung für die Variationen – etwas viel Reklame, aber was soll`s- Rezept ist super. Ich lebe in FR u. hier kennt man diesen Salat nicht mit dieser Zubereitung, sie mögen es lieber mit Mayo (pfui), allerdings sind die „rattes“ (Kartoffeln) hervorragend für den Salat (Bamberger Hörnchen, sind gleichwertig). Auf jeden Fall ist das Rezept super !! Übrigens kann man auch Hühnerbrühe nehmen.

Reply
Natali Borsi 16. November 2018 - 7:56

Lieber Bodo, danke für den Hinweis – ja auch mit Hühnerbrühe möglich. Bon Appetit 🙂

Reply
Hartmut 29. November 2018 - 18:21

Sowas sollte man als Exilschwabe in Berlin auf keinen Fall nach 18 Uhr und noch dazu mit Blick auf einige Kisten schöne Württemberger Weine lesen. Das macht definitiv Arbeit :).

Reply
Natali Borsi 30. November 2018 - 11:52

Lieber Hartmut, dann tut es mir leid dir Arbeit zuzumuten. vielleicht gibst Du aber etwas ab, dann freuen sich Deine Gäste 🙂

Reply
Madame Trüffel 1. Dezember 2019 - 10:15

Der beste Kartoffelsalat ist jener mit Kürbiskernöl. Aber ansonsten passt das Rezept.

Reply
Natali Borsi 11. Dezember 2019 - 23:45

werde ich auch mal ausprobieren, liebe Grüße Natali

Reply
Barbara Lindemann 20. Juni 2020 - 12:47

Endlich! Geboren im Schwabenland, 40 Jahre dort gelebt, Eltern waren aus Westfalen und kulinarisch blind, jetzt seit 10 Jahren in NRW (Köln und Aachen) und jetzt, fast passend zu meinem 50 Geburtstag in zwei Wochen: DIE OFFENBARUNG!
Liebe Natali,
aus Zufall bin ich auf dein Rezept gestoßen. Und obwohl ich so viele Leute damals in Stgt gefragt habe, wie man den perfekten Kartoffelsalat macht, keiner konnte oder wollte mir es richtig erklären… Also habe ich mehr oder weniger lustlos immer mal rumprobiert.
Gut war immer anders.
Dann habe ich dein Rezept gelesen, habe direkt alles im Reformhaus besorgt und heute morgen genau nach Anleitung gekocht.
Und siehe da!
Wahnsinn! Der beste Salat, den ich je gemacht habe. Er schmeckt genau so, wie ich es immer mochte. Dieses säuerliche in der Kartoffel mit den Zwiebeln… Göttlich!
Ich wollte den Kartoffelsalat heute zu Freunden mitbringen, allerdings habe ich vor lauter Begeisterung die Hälfte schon vermampft!

Ich danke von Herzen, auch für den Tipp für dieses sensationelle Salz! Auch wunderwunderbar! Erzähle allen davon…
Also, ich bin sehr sehr begeistert!

Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße nach Berlin!

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Natali Borsi 22. Juni 2020 - 19:11

Liebe Barbara – YOU MADE MY DAY! Was für ein wunderbarerer Kommentar – ich bin ganz beglückt und freu mich so, dass ich eine Kartoffelsalat Seelenverwandte habe! Hoffe Deine Gäste bekommen nächstes Mal etwas ab ,-) Ich habe früher als Kind (aber ich mach das heute immer noch- niemanden verraten) den ganzen Tag genascht, wenn der Salat zum ziehen herumstand und seinen Duft verbreitet hat … LOVE IT! Danke liebe Grüss Deine Natali

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Joe 28. Juni 2020 - 13:17

Was für eine herrlich amüsante Seite! Köstlich, sowohl der Inhalt als auch das Rezept. Ich bin Schwabe mit 57 Jahren und habe nun langsam den Reifegrad erreicht, das Zubereiten eines schwäbischen Kartoffelsalates zu erlernen 😉

Die Premiere wird mit einem sous vide zubereiteten Tomahawk-Steak und weißer Pfeffersauce stattfinden…….demnächst.

Danke für diesen unterhaltsamen Auftritt.
Gruß joe

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Natali Borsi 1. Juli 2020 - 15:47

Hey Joe, ich hoffe die Premiere war ein Erfolg? Musste sehr lachen, über den reifegrad zur Zubereitung eines schwäbischen Kartoffelsalat 😉 ich musste diesen früher erreichen. Genau an dem Tag, als ich daheim ausgezogen bin – lange her und ich lerne immer noch! LG Natali

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joe 8. Juli 2020 - 15:28

Hallo Natali,

ja, die Premiere war ein voller Erfolg. Auf Anhieb ist der Kartoffelsalat gelungen. Leider hatte ich keinen Einfluss auf die Kartoffelsorte, ich musste nehmen was da war. Eine alte Sorte wäre hier sicherlich noch das i-Tüpfelchen gewesen. Und ich kann wirklich nur empfehlen, die Zwiebel in die heiße Brühe zu geben. Damit verlieren sie an Schärfe und werden im Kühlschrank über Nacht nicht bitter.

Der Rest des Gerichtes, also Tomahawksteak und Pfeffersoße waren ebenso richtig gut gelungen. Allerdings lernte ich mal wieder am/mit eigenem Körper, was der Schwabe mit „dr Ranza schbannd“ meint……… Zwei Tage konnte ich mich nur kugelnd fortbewegen 😉

Viele Grüße
joe

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maTs arp 20. Juli 2020 - 16:00

Als Koch meine ich, dass Tafelspitz und Brühe eine bayerisch/österreichische Spezialität ist und im „original schwäbischen Kartoffelsalat“ nichts verloren hat. Wir Schwaben nehmen die Brühe von der allsamstäglich geottenen Ochsenbrust, die auch Basis für Gaisburger Marsch ist.

In dem Sud eines Tafelspitzes sind andere Zutaten u in anderer Menge u er wird slow gegart dazu fast fettfrei. Dadurch wird die Brühe süsslich.

Um einen Kartoffelsalat richtig oberschlotzig zu machen u die Farbe zu pimpen, mengt man rohes Eigelb darunter. (In der Gastronomie wegen Salomonellengefahr nicht mehr üblich)

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Natali Borsi 27. September 2020 - 14:19

Tja, Schwaben sind halt nicht gleich Schwaben und meine schwäbischen Großmütter haben es mich so gelernt 😉 Insofern widerspreche ich im Andenken an meine sehr schwäbischen Großmütter. Beste Grüsse – aber gesottene Ochsenbrustbrühe schmeckt sicher auch himmlisch.

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Bernd 8. August 2020 - 12:45

Hi Natali,
so mach ich den mit einer kleinen Ausnahme auch seit Jahren. Ich nehme noch ganz fein gerispelte Salatgurken hinzu und ganz am Schluss unterheben. Verleiht eine herrlich frische im Geschmack.
Gruss
Bernd aus dem schwobenländle

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Natali Borsi 17. August 2020 - 22:38

Na das muss ich dann auch ausprobieren 🙂 Meine schwäbische Mutter macht das auch manchmal so.

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Jochen 18. September 2020 - 13:42

Liebe Natali,

vielen Dank für das tolle Rezept und die dazugehörige Anleitung. Der Kartoffelsalat ist der Oberknaller.

Schwäbische Grüsse
Jochen

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Natali Borsi 27. September 2020 - 14:02

So ein Kompliment aus dem Schwabenland freut mich sehr, sehr, sehr! Danke!!!

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Martin Weiblen 19. Oktober 2020 - 13:03

Hallo Natali, vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

Als Schwabe ständig auf der Suche nach Perfektion was den schwäbischen Kartoffelsalat, aber auch die Brezel anbelangt, bin ich, wenn auch leider etwas spät, auf diese Seite gestoßen. Die beiden Genannten passen übrigens ganz hervorragend zusammen, vorausgesetzt es ist eine frische württembergische Brezel.
Jetzt noch ein paar Anmerkungen und Erfahrungen von meiner Seite.
Kartoffelsorte:
Die Sorte Allien aus dem Artikel sagt mir nichts. Gemeint ist wohl die Allians, die Du richtigerweise auch aufführst. Deren Geschmack ist mir zum ersten Mal im Kartoffelsalat eines urschwäbischen Landgasthauses in Glems positiv aufgefallen.
Am Wochenende bin ich nun über die Sorte Glorietta gestolpert, eine wirklich ganz hervorragende neue? Sorte für Kartoffelsalat. Sehr schnittfest ohne allzu speckig zu sein. Oft kleben ja die Kartoffeln nach dem Schnitt sofort wieder zusammen.
Öl:
Ich nehme zum Sonnenblumenöl immer auch einen Löffel Leinöl. Dessen hoher Omega-3 Anteil gleicht den zu hohen Omega-6 Anteil des Sonnenblumenöls wieder aus. Außerdem gibt es dem Salat eine schöne gelbe Farbe und unterstützt die gewünschte Konsistenz und den Glanz
Liebstöckel:
Für mich gehört zu einem gelungenen Kartoffelsalat eine leichte(!) Liebstöckelnote. Und ja, man kann diese auch erzielen wenn man ein paar Tropfen Maggi dazu tut, auch wenn in Maggi gar kein Liebstöckel drin ist.
Nudelwasser:
Ich bin nicht so der Fan von „Unmengen“ an Brühe. Wenn Nudeln oder Spätzle dazu gemacht werden kann man auch zum finalen Einstellen der Flüssigkeit Kochwasser der Nudeln/Spätzle nehmen, am besten von oben mit viel von dem Schaum der beim Kochen entsteht. Manchmal koche ich extra ein paar Nudeln, inclusive einem Zweig Liebstöckel, um an Kochwasserschaum zu kommen.

Liebe Grüße an alle Schwaben und Liebhaber des schwäbischen Kartoffelsalats!
Martin

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Natali Borsi 26. Oktober 2020 - 12:21

Sehr gerne und danke für diesen Kommentar mit tollen Anregungen. Werden alle ausprobiert! Ich liebe auch Liebstöckel – diesen im Kochwasserschaum der Spätzle klingt verlockend! Ganz Liebe Grüsse ins Schwabenland Natali

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Sebastian Solter 22. Dezember 2020 - 12:50

Liebe Natali,
ich reihe mich mal in die „Lober“ des schwäbischen Kartoffelsalates ein, auch wenn ich ihn zum erstenmal gemacht habe, und noch keine große Erfahrung damit habe: Ein wundervolles Gericht! Und die Idee mit der Brühe finde ich einfach genial. Ja, auch unsere Vorfahren konnten schon kochen.
Wo ich ein wenig Probleme hatte, mit der Bissfestigkeit der gekochten Kartoffel. Ich hab‘ sie bisher immer mit einer Messerspitze während des Kochens angepiekt, und wenn sich eine Kartoffel allein von der Messerspitze löste, waren sie soweit. Beim hauchdünnen Schneiden der Kartoffel kommt es ja hier gerade darauf an, dass die Kartoffel noch fest ist, sonst ist das Schneiden schwierig. Heißt dann bissfest, die Kartoffeln kurz bevor sie von der Messerspitze beim Anpieken fallen, vom Feuer zu nehmen?
Die Idee mit dem Druntermischen einer frisch geraspelten Gurke von einer Leserin finde ich auch keine schlechte Idee.
Ansonsten habe ich den Kartoffelsalat für drei Leute gemacht. Und es ist nichts übrig geblieben, wir haben sogar noch die Schüssel ausgeleckt…
Mit Grüßen
Sebastian Solter

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Hanne 10. Februar 2021 - 2:11

Hallo Natali,
das A & O ist wirklich den Kartoffelsalat (Grombirasalat) lange genug ziehen lassen bevor man das Öl zugibt.
In das Dressing gebe ich noch als natürlicher Geschmacksverstärker etwas Senf rein.
Ein kleiner Tipp zur Gemüsebrühe, ich kaufe mir gefriergetrocknetes Suppengemüse, pulverisiere das, gebe nach Geschmack Salz und getrocknetes Liebstöckel dazu fülle alles in ein Glas so weiß ich was drinn ist.

Liebe Grüße
Hanne

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Natali Borsi 15. Februar 2021 - 17:55

Liebe Hanne, das ist ja eine tolle Idee! Das probiere ich direkt aus – ich liebe Gemüsebrühe zum würzen so sehr. Danke für den Tipp! Herzlichst Natali

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Bodo Hempel 7. April 2021 - 14:19

Nach wie vor sind „rattes“ immer noch die beste Kartoffelsorte für mich. Meine Variante: Speckwürfel auslassen, erst ganz zum Schluss, vor dem Servieren, diese dazu geben. Wenn man den Salat auch am nächsten Tag noch essen möchte, empfiehlt es sich, die Zwiebeln vorher an zu schwitzen, sonst oxidieren sie und der Salat wird bitter. Dein Rezept ist ansonsten unschlagbar, vor Allem der Tipp mit der späten Zugabe von Öl.

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Natali Borsi 7. Mai 2021 - 17:33

Danke lieber Bodo für die guten Tipps. Das mit den Zwiebeln werde ich direkt in den Artikel einarbeiten! Herzlichst Natali

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Monika-Angelika 1. Mai 2021 - 13:50

der schwäbische Kartoffelsalat ist gut aber mit Majo mag ich ihn auch. Warum ihn manche als Pfui bezeichnen (wie armselig) verstehe ich nicht. lasst die Leute doch essen was sie mögen.

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Natali Borsi 7. Mai 2021 - 17:31

Liebe Monika, ja das sehe ich auch so, jeder wie es ihm gefällt, aber für mich war es als Kind gruselig süßen Mayo-Kartoffelsalat im norddeutschen vorgesetzt zu bekommen, wenn man quasi schwäbischen als Muttermilch eingezogen hat – das prägt. Inzwischen hat sich aber auch der Mayo-Kartoffelsalat gewandelt – auch im nordischen. Egal wie, auf den Kartoffelsalat jeder wie er will ,-) Herzlichst Natali

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