Möhre, Süsskartoffel, Kichererbse und Tataki-Marinade

Resteküche: Salat aus Marinaden-Resten, Süßkartoffel und Kichererbsen

written by Natali Borsi 2. September 2025

Reste sind ein Schatz –

wie eine Marinade den Weg zu einem neuen Salat ebnete

Wenn man nach Tim Mälzers Rezept ein Lachs-Tataki zubereitet, bleibt von der aromatischen Marinade oft etwas übrig. Und genau da beginnt die Magie der Küche: Was viele als „Rest“ betrachten, ist in Wahrheit ein Schatzkästchen voller Aromen.

Die Mischung aus frischem Ingwer, Zitronen- und Limettensaft, Sake, Mirin, Orangenschale, Sojasauce und Reisessig ist wie ein kleines Feuerwerk – süß, sauer, salzig, frisch und vielschichtig. Sie verleiht dem Fisch Tiefe und Leichtigkeit zugleich.

Kreativität durch Knappheit

Oft sind es die Momente, in denen der Kühlschrank scheinbar nichts mehr hergibt, die die besten Ideen hervorbringen. Reste fordern uns heraus, kreativ zu werden. Sie geben eine Richtung vor – eine Basis an Geschmack – und wir ergänzen, was gerade da ist. So entstehen Gerichte, die man nie geplant hätte, die aber genau deshalb so überraschend gut funktionieren.

Mein Rest wurde ein Salat

Genau so ging es mir am nächsten Tag. Von der Marinade war noch etwas übrig, und im Kühlschrank lagen nur noch Möhren, eine Süßkartoffel und Kichererbsen. Spontan habe ich alles kombiniert: die Süße der gerösteten Süßkartoffel, die Erdigkeit der Möhren, die Sättigung der Kichererbsen – verbunden durch die asiatisch-frische Marinade.

Das Ergebnis? Perfekt.

Ein Salat, der sowohl leicht als auch sättigend ist, voller Vitamine steckt und dazu noch eine herrlich exotische Note trägt.

Fazit

Reste sind kein Abfall – sie sind eine Einladung zum Improvisieren. Wer sich traut, nicht nach Rezept, sondern nach Intuition zu kochen, entdeckt manchmal die besten Kombinationen. Meine neue Lieblingskreation ist der beste Beweis dafür: ein Rest Marinade, ein fast leerer Kühlschrank – und ein Salat, den ich garantiert wieder machen werde.

Möhre-Kichererbse-Süßkartoffel als Salat

Möhren-Süsskartoffel-Kichererbsen Salat

Serves: 2 Prep Time: Cooking Time:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • Möhren, 5 große
  • Frühlingszwiebeln, 1 Bund
  • Süsskartoffel, 1
  • Kichererbsen, kleines Glas
  • Marinade, in der ich das Gemüse dünste:
  • Ingwerwurzel frisch, 2 cm
  • Zucker, 1 EL
  • Zitronensaft, 2 EL
  • Limettensaft, 2 EL
  • Sake (Reiswein), 3 EL
  • Mirin ( süßer Reiswein), 3 EL,
  • Orangenschale unbehandelt, 1-2 EL
  • Sojasauce hell, 3 EL
  • Reisessig, 1 EL
  • Für das Dressing:
  • Currypulver
  • Olivenöl
  • Salz
  • weißer Balsamicoessig
  • frischer Zitronensaft 
  • Petersilie, Schnittlauch & frische Minze

Instructions

Marinade zubereiten

  • Ingwer schälen und fein hacken. Zucker, Zitronen- und Limettensaft, Sake, Mirin sowie Orangenschale und Ingwerwurzel in einem kleinen Topf kurz aufkochen.
  • Dann Sojasauce und Reisessig dazugeben.

Geschälte und in Stücke geschnittene Möhren, Frühlingszwiebeln und Süsskartoffeln dazu geben und in der Marinade garen, bis sie bissfest sind. Abkühlen lassen.

Gemüse in eine Salatschüssel geben und mit Kichererbsen vermengen. Ich nehme gerne selbst zubereitete Kichererbsen (über Nacht einlegen und dann kochen), aber natürlich können auch Kichererbsen oder weiße Bohnen aus dem Glas verwendet werden. Wer mag, kann auch die Frühlingszwiebeln roh ganz klein geschnitten dazugeben oder auch weglassen - alles darf, nichts muss!

Alles vermengen, mit etwas Currypulver, Olivenöl, Salz, weißem Balsamico Essig und frischem Zitronensaft abschmecken.

 

Wer jetzt Lust bekommen hat, die Marinade in ihrer ursprünglichen Bestimmung zu erleben, dem empfehle ich unbedingt das Rezept von Tim Mälzer: Lachs-Tataki. Ein wunderbar leichtes Gericht, bei dem die Aromen perfekt mit dem zarten Fisch harmonieren – und das ganz nebenbei die Basis für kreative Resteküche liefert.

Gut zu wissen: Tataki

Tataki ist eine traditionelle japanische Zubereitungsart: Fisch oder Fleisch wird nur wenige Sekunden sehr heiß angebraten, bleibt innen roh und wird in feine Scheiben geschnitten.

Dazu gehört eine aromatische Tataki-Sauce – eine frische Mischung aus Sojasauce, Reisessig, Zitrusfrüchten, Mirin, Sake und Ingwer. Sie vereint salzig, süß, sauer, frisch und leicht scharf und passt dadurch nicht nur zu Fisch, sondern auch wunderbar als Dressing für Salate, Gemüse oder Tofu.

Wenn Euch mein Rezept gefallen hat, dann freue ich mich sehr über eine positive Bewertung! Einfach jetzt ganz rechts auf “5 Sterne”klicken. Ganz lieben Dank!

uninteressant (bitte Feedback per Mail senden)schlechtmittelgutsehr gut, vielen Dank! (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Das könnte Dich auch interessieren

Leave a Comment