Café de Paris Sauce

Eine Sauce wie ein Tag in Paris – perfekt zu Fleisch oder Selleriesteak !

written by Natali Borsi 10. November 2020

Französische Saucen-Kultur

Liebhaber der französischen Küche kennen sie sicher. Den Saucenklassiker mit dem schönen Namen Café de Paris, der in Frankreich meist mit Entrecôtes oder Rinderfilet serviert wird. Entstanden ist diese berühmte Art der Buttersauce in den 1930er Jahren im Genfer „Restaurant du Coq d’Or“ der Familie Boubier. Die Tochter von Madame Boubier heiratete, so steht es geschrieben, den Eigentümer des Restaurants „Café de Paris“, nach dem die Sauce benannt wurde. Das „Café de Paris“  war dafür bekannt auf der Speisekarte Entrecôte mit Buttersauce als einziges warmes Gericht anzubieten. Diese Sauce wurde dann zur Café de Paris Sauce und ziert inzwischen nicht mehr nur Fleischgerichte.

Eine Buttersauce die auch Sahne mag

Wer Diät halten will, der hört am Besten auf zu lesen. Denn was jetzt kommt ist ein Rezept, das sicherlich den Cholesterin-Spiegel schon allein durchs Lesen hochtreibt. Aber dafür wird der Gaumen geschmeichelt und die Seele gewärmt indem man sich kurz wie Gott öder Göttin in Frankreich fühlen darf, wenn man eine Café de Paris Sauce anrührt und nascht.

Café de Paris Sauce zu Fleisch und Gemüse

Dieser Saucenklassiker aus Frankreich wird traditionell zu Fleischgerichten serviert,  passt aber auch sehr gut zu Gemüse aus dem Ofen. Egal ob Hokkaido und Süßkartoffel oder Blumenkohl oder Butternutkürbis – ich kann mir die Sauce zu vielen Ofengemüsen gut vorstellen.

Exzeptionell schmeckt Café de Paris Sauce zu gegrillten Selleriesteaks. Auf diese Idee kam kein Geringerer als der von mir hoch verehrte Koch Yotam Ottolenghi in seinem 2020 erschienen Buch Flavour. Er hat bereits in seinem wunderbaren Buch NOPI zu seinem gleichnamigen Restaurant in London das Rezept für seinen Sellerie aus dem Ofen verraten. Dieser Sellerie ist bei mir im Winter jede Woche im Ofen und eine beliebte Beilage zu Käsefondue.

Besonders meine Freundin, wunderbare Sängerin und Podcastpartnerin Blanche Elliz liebt meinen Ofensellerie. Deshalb habe ich ihn ihr serviert bei Rot&Blond in unserer Show Cooking out loud. Hört rein:

Ottolenghi schneidet aus dem Ofensellerie Steaks und serviert dazu die Café de Paris Sauce – ein Traum von Geschmackskombination. Es braucht wirklich kein Fleisch mehr dazu. Wer das dennoch möchte, kann wie ich ein Stück Tafelspitz dazu servieren. Tolle Kombination. Aber hier erstmal das Rezept für den kulinarischen Ausflug nach Paris und in das Land der Butter-Sahne Saucen:

Café de Paris Sauce

Serves: 4 Prep Time: Cooking Time:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • Butter, 110 g in Würfel geschnitten
  • Schalotte klein, ganz klein gehackt
  • Knoblauchzehe, 1 zerstossen
  • Sardellenfilets in Öl, 3 abgetropft und fein gehackt
  • Currypulver, 1/2 TL
  • Cayennepfeffer, 1/4 TL
  • Senfpulver, 1 EL
  • Kapern kleine, 1 EL
  • Estragon, fein gehackt, 2 EL
  • Petersilie, fein gehackt, 1 EL
  • Thymianblätter, 2 TL
  • Kochsahne oder Schlagsahne, 110 g
  • Zitronensaft, 2 TL

Instructions

Es ist nicht schlimm, wenn man bei spontaner Lust auf Café de Paris Sauce nicht alle Zutaten da hat. Entscheidend allerdings sind für mich Estragon und Sardellenfilets. Ohne diese beiden Komponenten schmeckt die Sauce sicher auch gut, aber das Pariser Gaumengefühl wird fehlen. Estragon ist einfach très parisienne und damit très francaise!

Zubereitung:

Die ersten sieben Zutaten für die Sauce mit Meersalzflocken in einem kleinen Topf vermengen und bei mittlerer Hitze ca. 6 Minuten köcheln lassen. Die Schalotte sollte weich sein und die Butter goldbraun. Dann die Kapern, die Kräuter und frisch geriebenen Pfeffer unterrühren und nochmal 1 Minute köcheln lassen und die Sahne dazugeben.

Die Sauce mit Zitronensaft abschmecken - dabei gerinnt die Sauce leicht, das ist so gewollt. Die Sauce soll nur gerinnen und nicht emulgieren, deshalb nicht zu viel rühren, sondern nur leicht schwenken.

Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Ofengemüse wie z.B. den Selleriesteaks oder Fleisch servieren.

Kochbücher von Ottolenghi – ein Quelle der Inspiration:

Flavour: Mehr Gemüse, mehr Geschmack
Flavour: Mehr Gemüse, mehr Geschmack*
von Dorling Kindersley Verlag

Das neuste Kochbuch von Ottolenghi und auch wenn man es kaum vermutet, es ist anders als die andern!  Es geht um die Entstehung von Geschmack auf allen Ebenen. Neben Rezepten auch wunderbare Texte zur Entstehung von Umami & co - ich bin mir sicher, dieses Buch wird ein Bestseller und hat es auch verdient!

Preis inkl. MwSt., zzgl. ggf. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 4. März 2021 um 4:43 Uhr. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Selleriesteak mit Café de Paris Sauce

Auch wenn wir an diesem Abend dazu Fleisch gegessen haben, es braucht kein Fleisch für diese Kombination. Das auf diese Weise zubereitete Selleriesteak ersetzt Fleisch auf sehr köstliche Weise.

Das Rezept für den Sellerie, sowie eine ausführlicher Rezension des Kochbuches NOPI von Ottolenghi kann gerne HIER nachgelesen werden. Den so zubereiteten Sellerie in Steaks schneiden und auf ein Backblech legen. Mit einer Mischung aus dem entstandenen Karamell beim Backen mit Ahornsirup oder Honig, Olivenöl und Fleur de Sel bestreichen. Dann die Steaks im Backofengrill für ca. 8 Minuten grillen bis sie goldbraun sind. Ich hatte den Sellerie im Ofen als Knolle schon am Tag zuvor gegart. Oft mache ich direkt zwei große Knollen, denn man kann sie für Vieles verwenden.

Gewürz Café de Paris

Der Geschmack dieser Sauce ist so beliebt und berühmt, dass es auch diverse Gewürzmischungen für Café de* Paris gibt. Ich finde aber, die Sauce ist so schnell zubereitet, dass es keine Mischung braucht.

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uninteressant (bitte Feedback per Mail senden)schlechtmittelgutsehr gut, vielen Dank! (13 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,69 von 5)
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2 comments

Sebastian Solter 24. November 2020 - 15:22

Liebe Natali,
das ist ja eine Sauce mit einem sensationellen Geschmack! Ich habe sie zu Broccoli genutzt Alle, auch unser Gast, waren begeistert. Allerdings bin ich mit der Zitrone und dem Gerinnen nicht klar gekommen, und habe sie lieber mit Butter montiert, wie eben eine echte Buttersauce. Vielen Dank für das Rezept.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian

Reply
Natali Borsi 24. November 2020 - 16:38

Danke – ja, die Sauce soll leicht gerinnen, aber mit Butter montiert auch perfekt. Mit broccoli werde ich direkt auch ausprobieren! Danke für den Tipp!

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