Zwetschgenknödel: Zwetschgenzeit – Knödelzeit – ja sackradi … wo gibt´s denn sowas!

Nach den vielen Zwetschgendatschi und der morgendlichen Marmelade und dem Chutney auf dem Fleisch hab ich mich endlich an die Knödel meiner Kindheit erinnert – zum Glück hat mir eine echte Schwäbin beim „knödeln“ geholfen;-)

written by Natali Borsi 30. September 2013

Es ist Zwetschgenzeit! Zwetschgenknödel müssen her!Zwetschgenknödel

Es gab sie nicht so oft daheim – aber doch mindestens mehrmals im Herbst. Unsere Kinder hatten bis dato noch keine Zwetschgenknödel von mir gemacht bekommen – zumindest erinnern sie sich nicht daran. Ich denke jedes Jahr an die Knödel und hoffe jemand macht mir welche – aber meistens Fehlanzeige. Deshalb musste ich diesmal selber ran – und dann wusste ich auch wieder, warum ich das so selten mache – es ist eine klebrige Angelegenheit! Aber die Mühe lohnt sich und am Ende ging es dann doch alles recht schnell, denn ich hatte professionelle Hilfe  – nicht nur von unserem Hund.

Zwetschgenknödel

Ich hatte eine liebe Freundin eingeladen – eine echte Schwäbin, die wunderbar kocht – und immer wenn sie kommt, bin ich etwas aufgeregt was ich koche und meistens geht es schief. Ich hatte deshalb nach meinem Empfinden sehr ordentliche Knödel geformt und war guter Hoffnung, dass man da nicht viel falsch machen kann. Weit gefehlt – die echte Schwäbin betritt die Küche und sieht sofort “ …. oh nein die dürfen keinen POPO zeigen“… das heißt übersetzt, kein noch so kleines Stück Zwetschge darf aufblitzen – alles muss im Knödel versteckt sein, ansonsten gehen sie im heißen Wasser sofort kaputt – also sehr verschämte Zwetschgen werden gesucht. Meine waren doch eher neugierig und luegten überall etwas hervor …

Zwetschgenknödel

Oh je – also alle Knödel neu formen. Diesmal aber mit Profi – Unterstützung und mehligen Händen. Es war sehr lustig, weil wir uns gegenseitig den Teig klauten – meine Knödel waren doch etwas unterschiedlich geraten – ja das ordentliche Kochen ist einfach nicht so meins.

Das Ergebnis konnte sich aber sehen lassen – ein grosser Berg wunderbar duftender Zwetschgenknödel – und ein wunderbarer Abend. Den frischen gesunden Salat, den es vorher geben sollte, haben wir alle liegengelassen  – wir haben ja Obst gegessen – auch gesund 😉

Zwetschgenknödel

Ich habe an diesem Abend einen Quark-Teig gemacht. Es gibt aber unzählige Teigvariationen für Zwetschgenknödel, viele davon mit Kartoffeln im Teig. Ich werde sicher noch weitere – dann vielleicht mal mit Marillen – ausprobieren. Diese Variante schmeckte auf jeden Fall super und stammt aus einem ganz alten schwäbischen Kochbuch meiner Mutter.

Zwetschgenknödel mit Semmelbröseln

Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • Zwetschgen, 1 Kilo gewaschen und entsteint
  • Butter, 3 EL
  • Magerquark, 120 g
  • Eier
  • Zucker, 1 EL
  • Mehl, 6 EL
  • Salz, Prise
  • Butter, 2-4 EL
  • Semmelbrösel, frisch gemahlen aus altbackenem Baguette oder Brötchen - nach Geschmack

Instructions

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Dann die Eier dazugeben und alles verschlagen. Das Mehl durchsieben und ebenfalls dazugeben. Mit dem Quark zu einem sämigen Teig verarbeiten - eine Prise Salz unterheben.

Ich hatte das Gefühl mein Teig war zu klebrig, deshalb habe ich mehr Mehl als hier angegeben gebraucht. Sollte wider erwarten der Teig zu fest sein, einfach etwas Milch zugeben.

Jeweils eine entkernte Zwetschge mit dem Teig umhüllen - ca. 1/2 Zentimeter dick - und zu einem Knödel formen. Es darf wirklich kein Stück Zwetschge mehr zu sehen sein!! Wer es süßer mag, kann die Zwetschge noch mit etwas Zucker füllen.

Wenn alle Knödel fertig geformt sind, diese in schwach gesalzenem, kochenden Wasser fünf bis acht Minuten kochen.

In dieser Zeit die Semmelbröseln in reichlich Butter rösten.

Zwetschgenknödel

Mit einem Schaumlöffel die Knödel entnehmen und in den Semmelbrösel wenden. Wer möchte kann noch etwas Zucker über die Knödel geben.

 

Zwetschgenknödel

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uninteressant (bitte Feedback per Mail senden)schlechtmittelgutsehr gut, vielen Dank! (5 Bewertung(en), Durchschnitt: 3,60 von 5)
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