London ist nicht England – London ist London!
Jeder hat andere Bilder im Kopf, wenn er an London denkt. Mein letzter Aufenthalt liegt 18 Jahre zurück und ich hatte nur noch wenige – darunter folgende – Impressionen im Kopf :
- Harrods Food Abteilung
- Eine gläserne Kuppel bei Harvey Nichols (in der wir Kaffee tranken und eine Freundin zum Schrecken der Briten dort öffentlich gestillt hat)
- Viel Silber auf der Portobello Road
- Sushi, das auf einem Band vor einem herum fuhr (heute ein alter Hut, damals total hipp und bei uns unbekannt)
- Hügelige schöne Parks – ich vermute ich war auf dem Parliamt Hill
- Shopping Straßen ohne Ende, mit Labels von denen wir noch nie gehört hatten
Damals übernachteten wir bei unseren Freunden Torsten und Ina im noblen Stadtteil Notting Hill, nah am Holland Park. Diesmal, 18 Jahre später, wohnten wir in einer über Airbnb gemieteten Wohnung in einer alten Kirche, umgeben von Sozialwohnungen, in einem der ärmsten Teile Great Britains, im Bezirk Bethnal Green, aber nahe an den trendigen Stadtbezirken Shoreditch, Bricklane u.a..
12 Tage London lagen vor uns und zurück in Berlin sind wir um viele Eindrücke reicher und zudem sehr urlaubsreif. Berlin ist gegen London eine gemütliche Kleinstadt und Bremen, liebe Saskia, ein Kuhddorf – da hast du wohl Recht. Und trotzdem ist London dank der tollen Busse, Cabs und der schnellen U-Bahn am Ende doch gut zu durchqueren und wenn man einmal überall war, scheint es auch gar nicht mehr so groß. Vieles in London erinnert an Berlin. Darüber war ich zunächst etwas ernüchtert – mir fehlte das britische Feeling von „Schirm Charme und Melone“. Aber das zeigt sich auf den Straßen von London genauso wenig wie in Berlin der typische Berliner – wie sieht der eigentlich aus? Wie auch immer, im Vergleich zu Berlin ist das Straßenbild in London noch bunter, schriller, uneuropäisch, gestylt, geblümt, verschleiert, mit Dutt auf dem Kopf oder im 20-er Jahre Look verkleidet. Vintage gestylt oder einfach nur aus der Not im Vintage Style gekleidet – ich konnte es nicht immer unterscheiden.
Toll ist – es schert scheinbar niemanden, was der andere trägt und erlaubt ist, was gefällt. „Leben und leben lassen“ heißt die Devise – auch das erinnert an Berlin;-) So entsteht ein buntes Straßenbild an Menschen, das mich sehr fasziniert hat – mehr fasziniert als die Architektur und die historischen Gemäuer. Am Liebsten hätte ich mit einer versteckten Kamera nur Gesichter festgehalten und die Geschichten und Biografien dahinter erfahren.
Aber Kochen, Kunst & Ketchup hat sich der Leidenschaft des guten Essens und dem kulinarischen Lifestyle verschrieben und Essen kann man in London an jeder Ecke. Das ist gut, aber mich hat das auch genervt – für meinen Geschmack zu viel Fast-Food. Ich hasse es im Stehen und an ungemütlichen Plätzen zu essen – dann bleibe ich lieber hungrig. Londoner scheint das hingegen nicht zu stören – selbst in der U-Bahn wird ständig gegessen. Eigentlich konnte man immer und überall essen, aber wenn ich hungrig war, fiel mir die Suche manchmal schwer – kann auch an mir liegen, ich hab wahrscheinlich zu hohe Ansprüche ;-( . Deshalb hier ein paar Tips für hungrige London-Reisende, um im Voraus ein paar kulinarische Highlights in das Sightseeing Programm einzubauen. Über einige dieser Tipps wird es noch ausführliche zusätzliche Post´s geben. Los geht´s
Mein kulinarisches London
Aber mit was fängt man an? Ich denke mit etwas typischen – der englischen Teatime. Diese kann man wunderbar in London erleben und sollte dies auf keinen Fall verpassen:
Was wäre England ohne seine Teatime.
Tee wurde ab Mitte des 17. Jahrhunderts von China nach England importiert und war sehr teuer und somit ein Statussymbol der englischen Oberschicht. Und irgendwie ist die Teatime – zumindest für mich – im Klang immer noch etwas sehr Vornehmes. Für unsere Tochter besteht die Teatime vor allem aus einer tollen Etagere mit Sandwiches, Petit fours und Scones, die traditionell zur Teatime genossen werden. Obwohl es der (runde) Geburtstag meines Mannes war, den wir bei einer klassischen britischen Teatime gefeiert haben, haben wir nur eine Etagere bestellt, denn billig ist der Spaß nicht und wir hatten ja noch Anderes vor an diesem Tag (ja – wir waren am Abend im NOPI bei Herrn Ottolenghi – toll – aber dazu später!). Abbekommen haben wir nicht viel von unserem hungrigen Teenager – so eine Etagere ist doch überraschend schnell leer. Nicht wirklich Teatime entsprechend wurde mein Mann noch von seiner Schwester, die mit uns feierte, mit „Egg Benedict“ beschenkt. Von diesen „Egg´s “ hat er schon Wochen vorher geschwärmt – was soll ich sagen, pochiertes Ei auf Muffins mit Sauce – zum Glück sind Geschmäcker verschiedenen und ich habe auch schon fleißig mit meiner Schwägerin Katharina Eier Pochieren geübt. Schön, wenn man den Gatten so leicht glücklich machen kann 😉
Für eine Teatime in London unbedingt reservieren. Beste Wahl ist aus unserer Sicht das
The Wolseley – London
Das Wolseley ist ein Café Restaurant und Inbegriff des vornehmen, klassischen britischen Lebens. Das Wolseley ist nicht nur für den Afternoon Tea, sondern auch zum Frühstück, Lunch oder Dinner sehr zu empfehlen. Eigentlich handelt es sich bei dem Wolseley um einen 1921 erbauten Show-Room für Luxuslimousinen der Wolseley Motors. Die Egg Benedict sind legendär – nicht nur für meinem Mann. Ich mag die Egg Florentine (mit Spinat dafür ohne Schinken) lieber – aber das ist Geschmacksache. Mit Glück bekommt man einen Tisch in der Bar – aber ich würde das Schicksal nicht herausfordern und einen Tisch reservieren:
www.thewolseley.com 160 Piccadilly Tel: 0044 (0) 20 74996996„The Wolseley“ liegt fussnah an der Underground-Station Green Park. Von dort kann man wunderbar zum Buckingham Palace und durch den St. George Park zur Downing Street laufen, oder mit erholten Füßen zu meinem Lieblingskaufhaus „Liberty“ in der Regent Street schlendern.
London von oben – launchen, essen, trinken und einfach den Blick genießen
Wer lieber etwas moderner mit einem tollen Blick auf London und den Big Ben und Westminster seine Teatime verbringen möchte, dem sei das Café der National Portrait Gallery ans Herz gelegt. Man kann hier auch einfach nur einen Café trinken oder ein schönes Dinner mit Blick einnehmen:
Portrait Restaurant – London
The National Portait Gallery St Martin´s Place (direkt Trafalgar Square) Tel: 0044 (0) 20 73122490 www.npg.org.uk reservations@portaitrestaurants.comNach einem Besuch im Portrait Restaurant bieten sich verschiedene Möglichkeiten des weiteren Spaziergangs. Entweder eine ausgedehnte Window Shopping Tour Richtung Norden nach Soho, um einen himmlischen Kuchen im Maison Bertaux – Londons ältester und bester Patisserie – in der Greek Street zu essen. Herr Bertaux hat uns selbst bedient.
Oder Richtung Westen nach Covent Garden – hier kann man einen Drink/Lunch/Dinner nehmen in der Brasserie Blanc in Covent Garden – und von oben das Treiben in den Hallen beobachten und ein bisschen Pariser Charme in London genießen.
Oder man bewegt sich nach Süden über die Golden Jubilee Bridge mit einem wunderbaren Blick auf Westminster und das London Eye an der South Bank entlang über den Borough Market (Markt ist dort Donnerstags) bis zur London Bridge. Hier hat man gleich zwei beeindruckende Restaurants mit einer fantastischen Sicht über London zur Auswahl. Zum einen das Café der unbedingt sehenswerten Tate Modern, zum anderen das Restaurant/Brasserie/Bar von Harvey Nichols im OXO Tower. Je nachdem zu welcher Tages- oder Uhrzeit man hier vorbeischlendert, sollte man beide Möglichkeiten unbedingt wahrnehmen und London von oben betrachten und den Füßen und der Seele etwas Ruhe gönnen.
Cafe / Bar / Restaurant in der Tate Modern – London
http://www.tate.org.uk Bankside Power Station, U-Bahn BlackfriarsHarvey Nichols im OXO Tower – London
Wir haben leider nicht im Oxo Tower gegessen – das nächste Mal. Die Brasserie sah wirklich sehr einladend aus.
www.harveynichols.com/restaurant/the-oxo-tower/ OXO TowerOXO Tower Wharf
Barge House Street
South Bank
Dank unserer tollen Stadtführerin (meiner Schwägerin, die seit bald 20 Jahren in London lebt), haben wir sehr abwechslungsreich und originell und vor allem viel zu viel gegessen: Indisch, Libanesisch, Ottolengesisch ;-), Italienisch, Englisch …
Unser erster Tag in London war ein Sonntag. Wir sind den ganzen Tag an wunderbarem Essen vorbei gelaufen und haben am Abend erschöpft von so vielen kulinarischen Eindrücken einen grossen Topf Spaghetti gekocht und auf der Kirchenbank in unserem Kirchen-Apartment den Rotwein fliessen lassen. In Stichworten hier unser Programm am ersten Tag:
Galerie White Chapell Bethnal Green – Brick Lane Market – Beigel Backery – Spitalfields Market – City of London – London Bridge – Borough Market – South Bank – Tate Modern – Millenium Bridge – National Portrait Galery – Trafalgar Square – Leicester Square – China Town – Soho – Kuchen bei Monsieur Bertaux – Oxford Street – Bus nach Bethnal Green …. noch Fragen?Brick Lane – Indien Feeling, der beste Bagel Londons und ganz viel Vintage
Ein Klick und Ihr habt es in Eurem Briefkasten 🙂
Zehn 10 % der Bevölkerung Londons stammen aus Indien, Pakistan und Bangladesh. Die Brick Lane war im 18. Jh. von hugenottischen Seidenwebern bewohnt, dann von jüdischen und später bengalischen Textilarbeitern. Heute leben ca. 60 000 Bangladeshis in dieser Gegend. Sonntags verwandelt sich der nördliche Teil der Brick Lane zu einer einzigen grossen Food-Landschaft. Neben trendigen Läden und grossen Vintage Klamotten Pop-up Stors gibt es viele viele Essenstände. Auf keinen Fall verpassen sollte man die
Beigel Bake – Brick Lane Bakery
Diese Bakery hat 365 Tage im Jahr 24 h durchgehend geöffnet. Der Bagel ist ursprünglich ein typisch jüdisches Gebäck. Diese Bakery gibt es bereits seit über 20 Jahren – damals war das East End noch von jüdischen Familien bewohnt, die von dieser Backery versorgt wurden. Heute kauft ganz London hier seine Bagels – sie gelten als die Besten Londons und wir können das bestätigen. Aber nicht nur die „Beigels“ sind fantastisch und dazu noch super günstig, sondern auch das Beobachten der anstehenden Leute macht viel Spaß. Es heißt vom Minister über den Fernsehstar bis zum Feuerwehrmann – alles und jeder kauft seine Bagels hier. Uns hat besonders der mit „Smoke Salmon & Cream Cheese“ geschmeckt und ich habe mich in den wunderbaren Cheese Cake – ja auch solche Leckereien gibt es dort – verliebt.

Natürlich kann man in der Brick Lane in unendlich vielen indischen Restaurants essen gehen. Wir haben dies an einem Abend gemacht und waren von der Athmpsphäre angetan, aber vom Essen nicht begeistert. Wer in London gut indisch Essen gehen möchte, sollte dies in einem Restaurant von dem Restaurantbetreiber Das Sreedharan tun.
Rasa Samudra – gut indisch Essen in London
Das Sreedharan stammt aus Südindien und hat schon als Kind gerne mit seiner Mutter gekocht. Als er zum Studieren nach London kam, war er entsetzt über die schlechten Restaurants seiner Landsleute und beschloss ein eigenes Besseres aufzumachen. Inzwischen besitzt er 11 Restaurants – sechs davon in London. Alle sind in leuchtendem Pink gestrichen und für alle Restaurants bildet die Mutter in Südindien eigenhändig die Köche in ihren Rezepten aus – das schmeckt man. Ich habe ein wunderbares südindisches Gericht – „Moru Kachiathu – Kochbananen und Mango Curry“ – gegessen. Wir haben im Rasa Samudra in der Nähe der Bond Street gegessen – es heißt jedes der sechs Rasa Restaurants hat noch eigene Spezialitäten zu bieten. Wer also Lust auf eine Woche Indien in London hat, probiert einfach alle sechs Rasa´s aus und berichtet mir davon.
Rasa Samudra 6 Dering Street – West End Tel: 0044 (0) 2076370222 Alle anderen Rasa Restaurants findet man hier auf der Website: www.rasarestaurants.comWo geht der Londoner sonst noch essen?
Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht – wie könnte ich das auch wissen bei einer Stadt mit über acht Millionen Einwohnern. Trotzdem haben ich natürlich im Vorfeld viel gelesen und durch unsere „einheimische“ Begleitung ein paar „Places to be“ herausgefunden.
Restaurant Nopi by Yotam Ottolenghi
Ich werde hier nicht viel dazu sagen, denn wenn jemand einen eigenen Post verdient, dann Herr Ottolenghi mit seinem Restaurants und Take Aways. Ich bin ein grosser Fan seiner Küche und fand das Essen als auch die Atmosphäre in seinen Läden sehr schön.
Wir hatten ein wunderbares Dinner im Nopi, verschiedene Kuchen in seinen Filialen in Notting Hill und Islington – ich träume immer noch von dem Schokoladen Brownie. Wir hätten gerne ein – zwei weitere Male bei ihm gegessen, aber leider war über Ostern alles seit Wochen reserviert. Deshalb unbedingt einen Tisch frühzeitig reservieren:
NOPI Soho21-22 Warwick Street
London W1B 5NE
Tel: 0044 (2) 7494 9584 www.ottolenghi.co.uk. Breakfast, Lunch oder Dinner – das Lunch Menü ist preislich sehr empfehlenswert!
Restaurant St. John – nur bedingt eine Adresse für Vegetarier
Auch das St. John bekommt einen eigenen Post – deshalb hier nur soviel. Das St. John liegt neben Londons Fleischgroßmarkt, sein Wahrzeichen ist eine fliegende Sau. Das Motto: Alles von der Sau wird gegessen – oder anders gesagt „nose to teil eating“. Das Anliegen – zurück zur englischen Küche. Das St. John will ehrliche unverfälschte Hausmannskost bieten und tut dies in einem sehr kühlen weiß getünchten Ambiente. Es gibt neben dem Restaurant eine Bar, in der man Kleinigkeiten bekommen kann oder einfach nur etwas trinkt und sich von der „coolen“ Location beeindrucken lässt. Da man nur noch schwer einen Platz im St. John bekommt, gibt es am Spitalfield Market einen Ableger – das St. John Bread & Wine, das ein bisschen wie eine Tapas Bar funktioniert.

Das St. John hat zwei Kochbücher herausgegeben. Aus einem wurden wir sehr beeindruckend am Ostersonntag von Ex-Berlinern, die nach 20 Jahren London doch eher als Londoner zu bezeichnen sind, himmlisch bekocht. Der Küchenhocker war dabei und wird berichten.
Shoreditch – derzeit das hippe Ausgeh-Viertel in London
Als ich in einem Stadtführer las „Shoreditch – kein Viertel ist hipper als dieses“ war ich begeistert, weil unsere gemietete Kirche in Bethnal Green direkt neben Shoreditch liegt. Leider haben wir nicht bedacht, dass wir einen süßen 13 jährigen Teenager dabei hatten und dieser leider nicht in die trendigen Pub´s und Club´s Einlass fand. Dennoch haben wir eine sehr trendige Pizza bei „Pizza East“ – angeblich London´s hippster Pizzeria gegessen und anschließend eine kleine Pub-Tour von außen gemacht.
Pizza East, Shoreditch House und The Boundary im Ausgehviertel Shoreditch – London
Das Restaurant Pizza East gehört den Inhabern des Soho House. Die globale Soho-House-Group betreibt in vielen internationalen Metropolen – auch hier in Berlin – Privatclubs. So auch in Shoreditch das „Shoreditch House“, in dessen unmittelbarer Nähe sich das Restaurant Pizza East befindet. So erinnert dieses Restaurant auch mehr an einen Club als an ein Restaurant: sehr laute Musik, minimalistisches Industriedesign und viele coole Besucher. Die Pizza ist sehr lecker – dünn und super knusprig. Einen Drink im „Shoreditch Club“ konnten wir leider nicht nehmen – leider nur für Mitglieder. Aber wer noch keine Unterkunft in London hat, kann sich dort ein Zimmer buchen und dann alle Leistungen des Clubs nutzen – z.B. schon vor dem Frühstück auf dem Dachpool zu schwimmen: www.shoreditchhouse.com
Pizza East 56 Shoreditch High Street Tel: 0044 (2) 77291888 es gibt auch noch zwei weitere Pizza East Filialen: www.pizzaeast.com wir waren in dieser: www.pizzaeast.com/shoreditchDa uns mit Teenager kein Pub haben wollte, haben wir es noch in dem von Sir Conran gestylten Hotel „The Boundary“ direkt um die Ecke von Pizza East versucht. Hier gab es leider keinen Platz, hineingelassen hätten sie unseren süßen Teenager, aber sowohl die Bar im Keller als – und vor allem – die Bar auf dem Dach sind einen Besuch z.B. zum Frühstück oder Lunch wert.
The Boundary Entrance in Redchurch Street2-4 Boundary Street, Shoreditch,
London E2 7DD
Tel +44 (0)20 7729 1051
info@theboundary.co.uk www.theboundary.co.uk.
Meine Lieblingsplätze zum Schluss – Notting Hill, Warwick Avenue und Islington
Mir wird ein gewisser Hang zum Luxus nachgesagt – das liegt an meinem Sternzeichen kontere ich dann. In London lag mein Hang zum Luxus eher daran, dass ich schlicht für manche Stadtteile nicht „cool“ genug … oder doch zu alt … nein … was auch immer … bin. Ich fand alles interessant, bunt, schrill und toll aber leider am tollsten mal wieder die super teuren Wohnlagen Londons. So haben wir ganz wunderbar gefrühstückt in Nottinghill in der schönen Westbourne Grove, um die Ecke des berühmten Portobello Markets. Samstag ist auf der Portobello Road Markt und das ist – wie auch schon in meiner Erinnerung – wirklich nett.
Wer einen Samstag gemütlich beginnen will reserviert einen Tisch im Café/Restaurant „202“ oder kauft bei Yotam Ottolenghi um die Ecke etwas Leckeres. Mehr über Nottinghill gibt es bald auf einem eigenen Post.
202 – London Westbourne Grove W11 2RH Tel: 0044 020 77272722 www.202london.comLondon W11 2AD
Tel: 020 7727 1121
Ansonsten gibt es sehr schöne und viele italienische Restaurants in der Kensington Park Road wie z.B. das Mediterraneo die wir beim nächsten Mal ausprobieren werden.
Was mir an Nottinghill sehr gefallen hat, waren die gepflegten englischen Häuser … und noch gepflegter waren sie in der Warwick Avenue in Little Venice. Hier stiegen wir aus um Freunde aus Berlin zu treffen, die ebenfalls in London waren, und ich war begeistert. Wunderschöne Straßenzüge … endlich zumindest was die Architektur betrifft – mein gesuchtes „Schirm, Charme und Melone“ – Feeling. Gegessen haben wir an diesem Abend sehr nett in einem Restaurant direkt am Kanal. Nach all unseren „coolen Locations“ war dies eine echte Erholung. Die Häuser rund herum kosten so um die 15 Millionen Pfund … aber Anschauen kostet zum Glück ja nichts und das Essen im „The Waterway“ ist absolut erschwinglich und sehr lecker – besonders der Hamburger!
The Waterway54 Formosa Street
London, W9 2JU Tel: 020 7266 3557
Fax: 020 7266 3547
Email: info@thewaterway.co.uk www.thewaterway.co.uk
Der edle Ableger von „The Waterway“ ist das „The Summer House“ mit einer Terrasse direkt am Grand Union Canal in Little Venice. Hier geht es etwas vornehmer zu als im Waterway und die Preise sind entsprechend höher, aber die Location ist wirklich schön! http://www.thesummerhouse.co.uk
Wer an der U-Bahn Station Warwick Avenue aussteigt sollte vorher unbedingt das wunderschöne Lied und das Video von Duffy mit dem gleichnamigen Titel gehört haben:
Was habe ich vergessen?
Vieles. Deshalb wird es noch einige London Posts geben. Da aber einige Freunde noch auf Tipps warten und damit ich nicht vergesse, ausführlich darüber zu berichten, hier unsortiert noch ein paar Locations, die mir sehr gefallen haben:
Verde & Co – sehr schönes Cafe am Spitalfields Market London

Gallipoli oder eine kleine Reise in den Orient – London Islington
Dieses Restaurant ist ganz klein, super gemütlich und man fühlt sich wie in einer orientalischen Höhle. Es gibt orientalische Vorspeisen (Meze) und viele verschiedene Arten Couscous. Ausser diesem Lokal gibt es noch zwei weitere Gallipoli Lokale daneben. Wir haben im Gallipoli Bazar gegessen und waren sehr begeistert!
Gallipoli Bazar 107 Upper St, N1 1QN Tel 0044 0207 226 5333 www.cafegallipoli.comFish & Chips im „Probably the finest Fish & Chips Restaurant in London“: The Golden Hind
Ich bin kein Fan von Take Away und auch nicht von Paniertem, aber einmal Fish & Chips musste sein in London. Wir haben uns dafür das „The Golden Hind“ ausgesucht und es hat nicht nur mir wunderbar geschmeckt. Sehr nettes Lokal in einer tollen Gegend. Der Eigentümer betreibt es seit 20 Jahren und unterhält sich gerne und viel mit seinen Gästen.

Schnell aber gut – Systemgastronomen in London, die uns gefallen
Wenn wir schon bei Fast-Food sind hier noch ein paar Tip´s. Es gibt wie gesagt an jeder Ecke in London irgendetwas zu essen. Es gibt sehr gehobene Gastronomie, viele individuelle Restaurants und eine wirklich ansprechende gehobene System-Gastronomie. Damit sind Ketten gemeint, die man überall in London wieder antrifft und die ein gutes Preis – Leistungs- Verhältnis bieten. Dazu zählen.
- Wagamana – Asiatisch siehe auch meine schöne Küchenhocker-Geschichte:
TEPPANYAKI TRIFFT AUF WAGAMAMA UND DER KÜCHENHOCKER WAR DABEI – ABER WAS PASSIERTE DANN?
- Busaba – Thailändisch
- Hummus Bros – Orientalisch
- Ping Pong – Dim Sums in allen Variationen
- Patisserie Valerie – Kuchen
- Jamie´s Recipease – Jamie Oliver
- Restaurant Canteen – englisches Essen modern interpretiert
Und was haben wir alles nicht gesehen?
Ganz Vieles! Deshalb müssen wir wiederkommen. Hier nur ein kleiner Teil der Liste, die es noch abzuarbeiten gilt.
- Bar Restaurant – Serpentine: Hyde Park
- Restaurant – Sushi Samba – mit Blick über ganz London: Bishopsgate
- Bar Restaurant – The Eagle: Clerkenwell
Habt ihr Ergänzungen? Dann her damit:
Natali@kochenkunstundketchup.de