Harissa selbstgemacht »so viel besser als gekauft!

Diese pikante afrikanische Gewürzpaste zaubert das gewisses Etwas in die Küche!

written by Natali Borsi 7. April 2020

Harissa – eine afrikanische Gewürzpaste

Wenn ich an Couscous denke, dann kommt sofort der Gedanke an die nordafrikanische Gewürzpaste Harissa bei mir auf. Der nächste Gedanke ist, hab ich alles da, um Harissa selber zu machen? In der Regel ja, denn ich greife nur ungern zu gekaufter Paste. Dennoch habe ich auch immer ein Glas oder eine Tube Harissa im Vorratsschrank.

Warum?

Weil diese Paste mich oft rettet, wenn ich einen Geschmacks-Kick Marokko, Tunesien oder Algerien in der Küche brauche und eine selbstgemachte Harissa ist unverzichtbar, wenn man z.B. eine Tagine zubereitet.

Was isst man zu Harissa?

Diese pikante afrikanische Gewürzpaste passt,

  • als Dip serviert zu gegrilltem Fleisch,
  • gerührt in Suppen und Eintöpfe wie Tagine / Couscous,
  • als Würzpaste zu geschälten und entkernten Tomaten zur Begleitung von Kebab,
  • als Marinade für Huhn, Schwein oder Lamm – gerne gemischt mit Joghurt.

Woher kommt Harissa?

Auf dem afrikanischen Kontinent sind stark gewürzte Gerichte sehr beliebt. Arabische Händler hatten zu biblischen Zeiten bereits Gewürze nach Afrika gebracht. Die Rezepte für die Pasten werden von Generationen zu Generationen weitergegeben.

Wie schmeckt die perfekte Harissa?

Ich habe nicht ohne Grund „perfekt“ geschrieben. Denn gekaufte Pasten schmecken oft einfach nur scharf. Daran kann ich keinen Gefallen finden. Wenn es beim Würzen nur um Schärfe geht, dann kann man auch auf Chilliöl oder Sambal Oelek zurückgreifen.

Die für mich perfekte Harissa, schmeckt angenehm scharf und duftet nach Koriander und Kreuzkümmel. Sie ist durch die pürierte Paprika darin fruchtig und wenn sie super perfekt ist, sogar leicht rauchig im Geschmack. Der Knoblauch ist spürbar, aber dominiert nicht und die Güte des Olivenöls ist noch zu erahnen.

Puh, das klingt aber anspruchsvoll ?

Keine Sorge, Harissa ist schnell und einfach selber gemacht. Ich habe inzwischen für mich mein perfektes Rezept. Perfektion liegt natürlich im Auge des Betrachters oder auf der Zunge des Genießers, deshalb wandelt gerne nach eigenen geschmacklichen Vorlieben ab.

Harissa selber machen – mein Rezept:

Serves: 6 Prep Time: Cooking Time:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Ingredients

  • 12 getrocknete Chilli rot
  • 1 EL Korianderkörner
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2 Knoblauchzehen, frisch und geschält
  • 1/2 TL Salz
  • 4-6 EL gutes Olivenöl
  • optional - aber ich finde essentiell:
  • 2 Spitzpaprika, geschält

Instructions

Die Gewürze mit dem Knoblauch in einem Mörser zu einer Paste vermengen und das Öl dazugeben.

Fertig.

Ja, so schnell stellt man eine schlichte Harissa her. Ich mag es aber gerne etwas fruchtiger, deshalb püriere ich zwei vorher geschälte rote Spitzpaprikaschoten mit der Hälfte der Paste aus dem Mörser. Danach gebe ich die andere Hälfte dazu und schmecke nochmal ab. Oft gebe ich einen Spritzer Zitronensaft dazu.

Fertig.

Aber, man kann es auch noch besser machen:

Wenn ich mehr Zeit hab, dann grille ich die Paprika vorher und enthäute sie dann. Dann bekommt die Paste noch einen wunderbaren rauchigen Geschmack.

Und wenn ich richtig viel Zeit habe, dann mache ich es folgendermaßen:

  • Ich weiche die Chillies für 30 Minuten in warmen Wasser ein. Davor entferne ich einige Samen und die Scheidewände. (Handschuhe tragen und nicht in die Augen greifen)
  • Korianderkörner und Kreuzkümmelsamen röste ich kurz in der Pfanne ohne Fett, bis das Haus duftet. Danach zermahle ich sie im Mörser zu feinem Pulver.
  • Den Knoblauch zerreibe ich mit dem Salz, gebe die Chilis dazu und verrühre alles zu einer glatten Paste.
  • Jetzt gebe ich die gemahlenen Gewürze dazu und gieße langsam bestes Olivenöl dazu, solange bis eine cremige Mischung entsteht.
  • Entweder so verwenden, oder zusätzlich pürierte vorher gegrillte Paprika untermischen.

Wichtig: Die Schärfe ist abhängig von der Anzahl, aber auch der Schärfe der getrockneten Chilis. Wer eine milde Paste bevorzugt, der nimmt weniger Chilis und gibt auf jeden Fall Paprika dazu.

Die Paste in ein sauberes Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Zur besseren Haltbarkeit mit zusätzlichem Öl begiessen. Im Kühlschrank ca. 2-3 Wochen haltbar.

Egal welche Variante - alles hat seine Zeit und auch meine schnelle Variante ist super köstlich!

 

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Couscous mit marokkanischer Tagine

Wenn ich von Couscous spreche, dann denke ich sofort an meine Freundin Marga in Cannes und ihre Kochkünste. Von ihr stammt mein Grundrezept für Lamm- Huhn Couscous mit viel Gemüse.

Couscous kommt aus der nordafrikanischen Küche und ist klassischer Bestandteil vieler nordafrikanischer Gerichte. Er wird aus zu Kügelchen zerriebenem Grieß von Weizen, Gerste oder Hirse hergestellt. Ich bezeichne fälschlicherweise immer das gesamte Gericht als Couscous. Dabei reicht man zu Couscous die köstlichsten marokkanischen Tagine´s (Eintöpfe) und dazu als Würzpaste Harissa.

Mein Lieblingsrezept findet ihr hier:

Couscous wie Marga es kochte(e) – besser geht es nicht!

Zu Gast in Marokko

Ich war leider noch nie in Marokko. Wenn ich Sehnsucht nach fernen Ländern habe, dann lese ich gerne ein Kochbuch das mehr bietet als Rezepte. Über Marokko gibt es ein wunderschönes Buch. Ich habe es ausführlich rezensiert.

Marokko – verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise

Ein Buch, (fast) so schön wie eine Reise:

Zu Gast in Marokko: Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise
Zu Gast in Marokko: Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise*
von Callwey

Wenn ich Fernweh bekomme, dann setze ich mich mit diesem Kochbuch auf mein Sofa und reise nach Marokko. Danach gehe ich in die Küche und koche daraus. Ein wunderschönes Buch mit wahrlich verführerischen  Rezepten und traumhaften Fotos. Viel Spaß in Marokko!

Preis inkl. MwSt., zzgl. ggf. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2021 um 21:14 Uhr. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Keine Zeit Harissa selber zu machen?

Ich mache Harissa wirklich (fast) immer selber. Für Notfälle, wenn alles mal anders läuft als gedacht oder die selbstgemachte Paste zu schnell aufgegessen ist, habe ich immer diese Originalpaste im Vorratsschrank:

Le Phare Du Cap Bon Harissa, 12er Pack (12 x 70 g)
Le Phare Du Cap Bon Harissa, 12er Pack (12 x 70 g)*
von LE PHARE DU CAP BON

Das Original - ganz einfach. Früher habe ich diese Paste aus Frankreich mitgebracht. Damals kannte hier niemand Harissa. Heute gibt es viele vergleichbare Alternativen z.B. aus dem Glas im Bio Markt. Ich liebe diese Tube. Sie darf auch so auf den Tisch. Retro, original und voller Erinnerungen.

Preis inkl. MwSt., zzgl. ggf. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2021 um 22:23 Uhr. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Und ich liebe diesen Couscous, denn auch Couscous ist nicht gleich Couscous:

Rapunzel Bio Cous-Cous (2 x 500 gr)
Rapunzel Bio Cous-Cous (2 x 500 gr)*
von Rapunzel Naturkost AG

Ich habe sehr viele Couscous Hersteller ausprobiert. Dieser Couscous ist kräftig im Geschmack und behält eine sehr schöne Konsistenz. Mein Lieblings Couscous, auch für einen Taboule Salat perfekt geeignet.

Preis inkl. MwSt., zzgl. ggf. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2021 um 22:23 Uhr. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Viel Spass mit Harissa. Was für ein schöner Name!

 * Bei den oben verlinkten Produkten handelt es sich um Affiliate-Links. Ich erhalte eine kleine Provision, falls Sie das Produkt kaufen. Für Sie als Käufer hat es keinen Einfluß auf den Preis, Sie zahlen dadurch nicht mehr! Mir ermöglicht es, die Kosten für diesen Blog, den ich mit großer Leidenschaft und viel Zeit betreibe etwas abzudecken. Auf meiner Seite finden sich nur solche Produkt Affiliate-Links, die ich selbst als empfehlenswert erachte.

 

 

 

 

 

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