Weihnachten – unendliche kulinarische Möglichkeiten
Jede Familie hat ihre ganz eigenen Traditionen – besonders an Festtagen wie Weihnachten.
Und obwohl die Zeitschriften jedes Jahr randvoll mit Menüvorschlägen sind, habe ich den Eindruck: Gekocht werden sie meist vor oder zwischen den Feiertagen. Am 24. Dezember selbst bleibt dann doch fast jede Familie bei dem, was sie seit Jahren liebt.
Bei uns ist das nicht anders.
Ich bleibe an Heiligabend bei schwäbischen Kartoffelsalat mit Scampi und mehreren kleinen, köstlichen Salaten. Damit gehöre ich zu den rund 35 Prozent aller Deutschen, für die Kartoffelsalat und Weihnachten untrennbar zusammengehören.
Woher kommt diese Tradition, habe ich mich gefragt?
Warum eigentlich Kartoffelsalat an Weihnachten?
Früher wurde der große Weihnachtsfesttag erst am 25. Dezember gefeiert. Der Grund: Ab Mitte November begann eine zweite Fastenzeit zur Erinnerung an die Armut von Maria und Josef. Sie endete am 24. Dezember.
Die Kartoffel war in dieser Fastenzeit ein ideales Nahrungsmittel: sättigend, preiswert und unkompliziert.
Hinzu kam, dass viele Menschen am 24. Dezember noch ganz normal gearbeitet haben. Ein Kartoffelsalat ließ sich schnell zubereiten und schonte den Geldbeutel – damit am 25. Dezember ein richtiger Festschmaus auf den Tisch kommen konnte.
Ich finde, das ist eine schöne Tradition. Und schließlich kann man zu Kartoffelsalat die feinsten Speisen kombinieren – es muss ja nicht zwingend das Würstchen sein.
Ein Weihnachtsmenü muss sein – gerne am 1. und 2. Feiertag
Am 25. Dezember gab es früher wie heute das große Festtagsmenü.
Als ich meine eigenen Rezepte auf der Suche nach Inspiration für die Weihnachtsküche durchgegangen bin, geriet ich in einen regelrechten Flow und konnte gar nicht mehr aufhören, neue Festtagsmenüs zu komponieren.
Sollten wir nicht viel häufiger ganz normale Tage kulinarisch zu Festtagen machen?
Gerade in der Adventszeit, aber eigentlich immer dann, wenn uns danach ist.
Also: am besten das ganze Jahr über!
Hier ein paar Vorschläge, die besonders gut zu Weihnachten und in den Advent passen:
Festtagsmenüs für Weihnachten und die Feiertage
1. Schwäbisch-Französisch Komposition – perfekt zum vorbereiten!
Vorspeise: Frittatensuppe – die kocht sich automatisch mit dem Tafelspitz! Es fehlen nur die Pfannkuchen. Oder eine Wirsingsuppe mit Estragon-Cashew-Pesto und ein paar Pernod-Garnelen? Auch sehr köstlich! Die Frittatensuppe gibt es dann nach dem Weinachtsspaziergang an den Feiertage zum aufwärmen.
Zwischenspeise: Festlicher Kopfsalat nach Art vom Grill Royal
Hauptspeise: Tafelspitz mit frischen Meerrettich mit Ofen-Sellerie-Steak, wildem Broccoli und Café de Paris Sauce.
Wer es nicht lassen kann, dazu würde auch ein schwäbischer Kartoffelsalat noch als Beilage passen. Oh ja !
Nachspeise: Weihnachtstrifle
Ganz leicht vorzubereiten:
Am Tag davor
- den Tafelspitz,
- den Ofensellerie und
- die hauchdünnen Pfannkuchen vorbereiten.
- Auch die Äpfel für das Trifle können bereits zubereitet werden.
Am Abend,
- die Café de Paris Sauce bis zur Zugabe der Sahne vorbereiten.
- Das Trifle fertig stellen und kühlen.
- Die Rinderbrühe abschmecken und leicht reduzieren. Mit den klein geschnittenen Pfannkuchen und Schnittlauchröllchen als Frittatensuppe zur Vorspeise servieren.
- Im Anschluss die Café de Paris Sosse zubereiten und den Ofen-Sellerie kurz grillen. Den wilden Broccoli al dente kochen. Meerrettich frisch reiben. Das Fleisch kurz in der Rinderbrühe erwärmen. Alles auf einem Teller servieren.
2. Vegetarisches Festtagsmenü – keiner wird Fleisch vermissen!
Vorspeise: Eine Suppe, die man nicht jeden Tag kocht. Ich hätte folgende Vorschläge für ein festliches vegetarisches Menü:
- Maronen-Topinambur-Créme Suppe
- Rote-Bete-Suppe mit Mandelmilch
- Schwarzwurzelsuppe mit Petersilienöl
- Tatar aus Shiitake Pilzen
Hauptspeise:
- Vegetarisches Gulasch Mit Kürbis, Quatre Épice und Preiselbeersehane
- Hokkaido Kürbis gefüllt mit Couscous und Shiitake
- Vegetarische Gemüse Coucous mit selbstgemachten Harissa
Maronen-Topinambur Suppe
Kürbis gefüllt mit Couscous und Shiitake
Köstliches vegetarisches Gulasch toll gewürzt und mit Preiselbeersahne verfeinert!
3. Wie Gott in Frankreich – ein Festtagsmenü auf französische Art!
Vorspeise : Tarte Tatin mit Roter Bete
Hauptspeise: Daube de Boeuf oder Boeuf Borguignon oder Rinderschmortopf mit Rosinen & grünem Pfeffer – kann jeweils einen Tag vor dem Fest gemacht werden!
Nachspeise: Mousse au chocolat oder Tarte au citron
Rinderschmortopf mit Rosinen und grünem Pfeffer!
4. Ein Festmenü mit Fisch in der Hauptrolle!
Vorspeise:
Hauptspeise:
Nachspeise:
5. Oder lieber klassisch: Weihnachtsente vom Blech
Vorspeise: Feldsalat mit Avocados, Champignons und Makadamia-Nüssen an warmer Kartoffel-Vinaigrette
Hauptspeise: Weihnachtsente mit Süsskartoffel Marshmallows
Nachspeise: Vermicelles
Ente teilen – am besten mit Geflügelschere
6. Traditionen von Freunden italienisch inspiriert!
Ich weiß, die einen Essen Karpfen, die anderen immer Fondue, die nächsten gratinieren Lachs und noch vieles mehr.
Das ist alles super köstlich, aber ich weiß, dass es bei meiner langjährigen lieben Freundin Saskia an Weihnachten mein absolutes Lieblingsessen gibt:
Involtini alla maniera della Saskia!
Dieses italienisch inspirierten Rouladen sind etwas vom allerbesten, was man in der Küche zaubern kann. Sehr gut vorzubereiten, aber auch nicht unaufwendig in der Zubereitung. Aber es lohnt sich. Ich übe noch und habe noch lange nicht Saskias Kochlevel erreicht bei der Involtini Herstellung, aber ich gebe nicht auf und habe ja schließlich bei ihr gelernt! Das wird, sagen meine Kinder, die sich immer freuen wenn Saskia in unserer Küche steht und Involtini macht.
Ich würde folgendes Menü vorschlagen:
Vorspeise: Parmesansuppe mit Aprikosen und Chorizo
Hauptspeise : Involitini alla maniere della Saskia
Nachspeise: Vanilleeis mit Ananas und Maraschino
Ein Kochbuch nur für Weihnachten von Jamie Oliver
Natürlich gibt es unendlich viele schöne Kochbücher und auch viele die sich nur des Themas Weihnachten annehmen. Herr Jamie Oliver hat dies auf eine sehr schöne Art und Weise getan und wer nun im Weihnachtsfest-Koch-Flow ist, dem empfehle ich dieses Weihnachtskochbuch sehr. Es macht Spaß und sollte ab Dezember einfach so in der Küche rumliegen und Weihnchtsstimmung verbreiten. Hier meine ausführliche Rezension und der Link zum bestellen:
Weihnachtsküche mit Jamie Oliver, jetzt bestellen: (Werbung)*
Englische Ausgabe - preislich manchmal etwas günstiger ,-)
Ein Kochbuch das keiner kulinarischen Mode unterliegt. Viele schöne klassische Rezepte für festliche Tage, aber auch Inspirationen für ganz normale Wintertage. Ich würde sagen ein echter Jamie Oliver Klassiker.
Und was ist mit der Weihnachtsbäckerei?
Natürlich gehört beim kochen und vor allem rund um die Weihnachtszeit zu jedem Treffen ein Plätzchen.
Alle meine traditionellen Plätzchen Rezepte habe ich HIER zusammengefasst.
IDDEN FÜR DIE WEIHNACHTSBÄCKEREI!
Viel Spaß bei der Weihnachtsbäckerei!
Habt alle FROHE WEISSE WEIHNACHTEN!
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