Der Pasta Codex

1001 Rezepte – alle mit Pasta in der Hauptrolle. Was für ein tolles Buch, Danke @Herr Buonassisi!

written by Natali Borsi 9. April 2021

Was ist ein Pasta Codex?

Fangen wir an, mit dem was klar ist:

PASTA!

Pasta ist die himmlischste kulinarische Erfindung – zumindest meiner Meinung nach. Ich könnte ohne Pasta nicht überleben. Pasta hat mich sicherlich schon vor vielen depressiven Lebensphasen bewahrt und aus manchen gerettet, indem mir die Maccharoni oder auch die Penne immer wieder das Licht am Ende des Tunnels zeigt.

Aber was genau ist ein (Pasta) Codex?

Codex?

Kodex oder Codex kommt aus dem lateinischen und war die Bezeichnung für eine Schreibtafel aus Holz. Ein Kodex war in der römischen Kaiserzeit der Name für einen Stapel beschrifteter Holztafeln und somit eine frühe Form des Buches oder auch die Ablösung der Schriftrolle. Werke berühmter antiker Autoren sind in Kodex-Form niedergeschrieben und römische Gesetzsammlungen wurden als Kodex bezeichnet. Ein Kodex bezeichnet heute immer noch eine Art Gesetz oder zumindest etwas mit Bestand. Jeder kennt das abgeleitete Wort  „Verhaltenskodex“. Ein Verhaltenskodex ist ein oft auch ungeschriebenes Gesetz, dass Orientierung gibt und festlegt, wie man sich zu verhalten hat.

Somit scheint klar, der

Pasta Codex ist das Gesetz der Pasta!

Genau so und nicht anders möchte Pasta gekocht und gegessen werden!

Ja, das ist eine tolle Idee und ich verneige mich vor diesem Codex der Kulinarik für Pastaliebhaber. 1001 Rezepte sind in diesem Buch gesammelt auf über 700 Seiten. Nur Text keine Fotos, lediglich unterbrochen von ein paar Zeichnungen. Ein beeindruckendes kulinarisches Werk, das mehr als ein Kilo Pasta-Wissen auf die Waage bringt.

Endlich auf deutsch: Der Pasta Codex von Vincenzo Buonassisis

Natürlich ist das Buch nicht kürzlich mal eben geschrieben worden, sondern vielmehr das Werk eines besessenen und in Italien auch sehr bekannten Autors. Auf Italienisch und Englisch seit langem auf dem Markt und sehr bekannt, nun endlich auf Deutsch im Callwey Verlag erschienen.

Der Pasta-Codex ist weit mehr als ein Kochbuch, sondern ein Buch das Geschichten erzählt und  Traditionen lebendig werden lässt. Man spürt die Leidenschaft hinter jedem Rezept und ist begeistert über die vielen authentischen Geschichten und Recherchen aus allen Regionen Italiens.

Pasta Codex oder Pasta Bibel?

Ich habe diese Pasta -Bibel, wie ich sie nenne, derzeit auf meinem Nachttisch liegen. Ich schlafe glücklich ein, wenn ich mich vor dem Träumen kurz in die Pasta-Welt entführen lasse. Die Probleme dieser Zeit verschwinden für einen langen genussvollen Pasta-Moment.  Dabei entdecke ich jeden Abend neue Geschmacks-Kombinationen und Geschichten, das ist inspirierend und entspannend.

Nie werde ich es schaffen alle 1001 Rezept nachzukochen, aber das macht auch gar nicht. Das Buch ist so etwas wie ein Pasta-Gedächtnis. Auch dank seiner sehr übersichtlichen durchnummerierten Rezeptsammlung.

Genau wie auch mein anderes italienisches Lieblingskochbuch von Marcella Hazan, kommt der Pasta Codex ohne Bilder aus. – die entstehen beim Lesen im Kopf. Statt mit bunten Fotos besticht das Buch mit ganz klassischen Zeichnungen des Künstlers John Alcorn, einem mehrfach ausgezeichneten Grafikdesigner und Illustrator. Man hat das Gefühl, in einem Werk vergangener Tage zu blättern – ich liebe diese Art von Kochbüchern, die der Fantasie freie Sicht lassen!

Und wer war Vincenzo Buonassisis genau?

Vincenzo Buonassisi ist ein bekannter italienischer Journalist und Schriftsteller, der sich 1953 der Accademia Italiana della Cucina anschloss. Diese Institution hatte sich zur Aufgabe gemacht, das gastronomischen Erbe Italiens zu bewahren.

Er wurde 1918 in Apulien geboren und wuchs in Rom auf. Dort studierte er zunächst Jura und wurde dann Journalist beim Corriere della Serra. Nach seiner Kriegsgefangenschaft im Zweiten Weltkrieg wurde er Kritiker im Bereich Film, Theater und Musik. Er schrieb zahlreiche Bücher und Gedichte, war Moderator und gründete Italiens erste Gesellschaft für Fernsehkritiken. 1953 gewann der Journalist Orio Vergano Buonassisi für die neu gegründete Akademie Italiana della Cecina in Mailand. Er wurde Korrespondent für Kulinarik & Wein beim Corriere della Sierra (mein Traumjob!) und Essen spielte ab dann die Hauptrolle in seinem Leben. Unter anderem entwickelte er Kochsendungen für das Fernsehen und hat fast 40 Kochbücher geschriebenen. Viele davon gemeinsam mit seiner Frau Anna Pesenti.

Das Credo der Beiden:

Die Geschichte des Essens ist die Geschichte der Menschheit!

Ja, das sehe ich genauso.

Ein beeindruckendes Werk und wirklich unentbehrlich in jeder Geniesser Küche, denn was wären wir ohne Pasta?

1001 Rezepte

Ich werde nach und nach hier einige Rezepte aus dem Buch verlinken, die mich besonders begeistern. Bisher dient mir der Codex als Bettlektüre und Inspirationsquelle durch Lockdown Nummer drei – es hellt die Stimmung auf und Pasta haben wir ja alle viel gehortet. Der Pasta Berg ist dann hoffentlich zum Ende der Pandemie dank des Pasta Codex abgebaut.

Auf die Pasta!

Der Pasta-Codex: 1001 Rezepte
Der Pasta-Codex: 1001 Rezepte*
von Callwey

Lieblingskochbuch und Inspirationsquelle für alle die Pasta lieben. Ein Buch zum schmökern, träumen und ganz viel Pasta kochen. Ohne Fotos, dafür mit wunderbaren Zeichnungen und Geschichten zu allen Rezepten. Toll!

Preis inkl. MwSt., zzgl. ggf. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2021 um 23:43 Uhr. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Mir schwirrt der Kopf, mit welchem Rezept fange ich an? Soviel tolle Pasta Ideen!

Alle meine Rezepte mit Pasta in der Hauptrolle findet ihr in meiner Rubrik:

Ideen mit Pasta!

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*Vielen Dank an den Callwey-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensions-Exemplar. Selbstverständlich basiert meine Besprechung allein auf meiner persönlichen Meinung.

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