Buchtipp: Nicht denken ist auch keine Lösung! Spannender Titel finde ich! Aber stimmt das?

Ja! Denn wir entscheiden ständig – auch beim Kochen. Und dafür sollten wir denken!

written by Natali Borsi 6. April 2018

Ist Denken die Lösung für gute Entscheidungen?

Fragt ihr Euch das auch ab und zu?

  • Noch etwas Salz in die Suppe oder lieber nicht?
  • Die Gurke raspeln oder schneiden?
  • Den Fisch besser braten oder dünsten?
  • Zuerst die Nudeln kochen oder den Wein öffnen?*

*(Den Wein öffnen sagt mein Bauchgefühl ,-))

Denn natürlich treffen wir nicht nur beim Kochen ständig Entscheidungen, sondern bei allem was wir tun.

  • Kündigen oder Bleiben?
  • Aufgeben oder Durchhalten?
  • Trennung oder Neuanfang?

Egal wie banal oder bedeutend eine Entscheidung scheint, manche Entscheidung treffen wir scheinbar bewusst, andere hingegen ohne weiter darüber nachzudenken. Manche Entscheidungen haben in der Folge Konsequenzen, die wir gerne vermieden hätten. Dann malträtieren wir uns selbst mit folgenden Fragen:

  • Warum habe ich genau so und nicht anders entschieden?
  • Habe überhaupt ich entschieden?
  • Gibt es einen freien Willen?
  • Wie hätte ich eine bessere – eine gute – Entscheidung treffen können?
  • Sollte ich weniger denken und mehr auf mein Bauchgefühl hören?

Egal ob wir es wollen oder nicht, die Frage, was zu tun ist, holt uns immer wieder ein und ist nur selten so leicht wie beim Kochen zu beantworten. Um darauf zurückzukommen, ich öffne immer zuerst den Wein, bevor ich das Nudelwasser aufsetze. Damit der gute Rotwein Luft bekommt und ich schonmal ein Schlückchen beim Kochen geniessen kann.

Innere Stimmen konkurrieren bei jeder Entscheidung miteinander

Natürlich konkurrieren auch bei dieser Entscheidung verschiedene innere Stimmen meinerseits miteinander.

  • Die Geniesserin sagt: „Ach wie schön ist es, schon beim Kochen sich zu verwöhnen und zu geniessen“.
  • Die Vernünftige schimpft: „Du trinkst zuviel und es reicht sich zum Essen einen Schluck zu gönnen.“

Dass verschiedene innere Stimmen miteinander konkurrieren, kennen wir alle gut. Wir hoffen dann auf die Intuition oder suchen nach Argumenten und Gegenargumenten um zu einer guten Entscheidung zu kommen. Die Argumente dafür oder dagegen halten sich im schlimmsten Fall die Waage und eine Intuition was gut sein könnte, bleibt aus. Das Treffen von Entscheidungen wird zur Qual. Wichtige Entscheidungen werden gar nicht oder viel zu spät getroffen. Wir fühlen uns hilflos und überfordert, wenn wir Entscheidungen treffen müssen.

Hier setzt der promovierte Philosoph und Autor Christoph Quarch mit seinem sehr unterhaltsamen philosophischen Entscheidungshelfer an mit folgendem wunderbaren Titel:

Nicht denken ist auch keine Lösung

Christoph Quarch zeigt in seinem Buch „Nicht denken ist auch keine Lösung“ die Faktoren, die bei Entscheidungen eine Rolle spielen und zeigt Wege auf, wie wir diese Faktoren Gewichten und berücksichtigen können. Dabei geht er davon aus, dass die Grundlage jeder Entscheidung Selbsterkenntnis ist und ein klares und verlässliches Verständnis davon, worum es wirklich geht!

Gute Entscheidungen: Was sagt die Philosophie dazu?

Der erste Teil des Buches widmet sich deshalb der philosophischen Betrachtung der Entscheidungsfindung. Sehr spannend zeigen die Ausflüge in die Philosophie, wer oder was in uns entscheidet. Das sei doch klar, wer entscheidet sagen sicher jetzt viele?

Der Mensch entscheidet!

Tja , aber wer ist der Mensch?

Entscheidet sein Wille oder sein Verstand? Oder beide zusammen? Keiner von beiden? Entscheidet vielleicht die Seele? Oder eine göttliche Vorsehung? Und was heißt es überhaupt ein Mensch zu sein?

Das Buch bietet auf diese Fragen spannende und sehr unterhaltsame Antworten und bietet einen sehr kurzweiligen Ausflug in die Philosophie. Im Pressetext zum Buch heißt es:

Unterhaltsam, informativ und praktisch identifiziert Quarch die Faktoren, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen. Aus Erkenntnissen der Neuropsychologie und Philosophie entsteht ein spielerischer Zugang, bei dem der Leser in alltägliche Entscheidungssituationen versetzt wird und unterschiedliche Entscheidungswege durchspielen kann. Am Ende wird er über ein umfassendes Arsenal an Entscheidungshelfern verfügen und seine eigene Entscheidungen verantwortungsbewusst und mit einem guten Gefühl treffen können.

Im zweiten Teil des Buches stellt Christoph Quarch dann genau diese vielen praktische Entscheidungshelfer für konkrete Entscheidungssituationen vor. Und das ist sehr sehr spannend und absolut alltagstauglich!

Denn nun gehen wir der Frage nach, was sind GUTE ENTSCHEIDUNGEN?

Gute Entscheidungen sind solche die deinem Selbstbild entsprechen

In der Regel erleben wir Entscheidungen dann als gut, wenn sie unserer Werteordnung entsprechen. Damit sind Entscheidungen nicht immer auch für andere gut, denn dafür bräuchte es andere Maßstäbe. Ihr seht es wird philosophisch und eines verrate ich schon hier: Entscheiden geht nur mit Kopf und Herz! Ganz besonders beim Kochen!

Und was sind nun gute Entscheidungen?

Um das zu erfahren, sollten ihr dieses wunderbare kleine philosophische Buch lesen. Es macht Lust auf Entscheidungen und auf Selbsterkenntnis ohne Esoterik!  Sich selbst philosophisch zu entdecken hinterlässt eine wunderbare Nachdenklichkeit und Lust auf mehr gute Entscheidungen.

Denn, so Christoph Quarch:

Gute Entscheidungen sind nicht planbar. Sie spotten jedem Algorithmus. Sie sind unberechenbar und frei. Denn sie folgen nur einem Imperativ, dem Imperativ, der am Anfang unserer Kultur stand:

Erkenne dich selbst! Werde, der du bist!

Sei ein ganzer Mensch, ein schöner Mensch, ein wahrer Mensch- erblühe zu voll entfalteter Lebendigkeit und trage Frucht für diese Welt!  ….. Vertrauen Sie, indem Sie sich dazu entscheiden, mit Entschiedenheit Sie selbst zu sein – nicht der oder die, die Sie gerne wären, sondern der oder die, die Sie in Wahrheit sind!

Erkenne Dich selbst!

Ganz am Schluss des Buches schreibt Quarch folgenden wunderbaren Absatz:

Gerade die kreative Unberechenbarkeit Ihrer Seele lässt Sie zu dem wachsen, der Sie sind oder doch sein könnten. Gerade sie ist die Essenz Ihrer Würde. Entziehen Sie sich der Konvention. Bleiben Sie unberechenbar!

JA – Lasst uns unberechenbar bleiben! Viel Spaß mit diesem schönen Buch!

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Und wer ist Dr. phil. Christoph Quarch?

Dr. phil. Christoph Quarch ist promovierter Philosoph, Autor, Keynote-Speaker und Philosophie-Reiseveranstalter. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er an diversen Hochschulen, berät freiberuflich Unternehmen und veröffentlichte als Autor und Herausgeber knapp 40 Bücher.

Mehr zum Autor findet ihr hier: www.christophquarch.de

Vielen Dank an den GRÄFE und UNZER Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensions-Exemplar. Selbstverständlich basiert meine Besprechung allein auf meiner persönlichen Meinung.

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